Freitag, 21. Juli 2017

Wie schnell steigt der Meersspiegel?

Jevrejeva hat in seiner Arbeit die globale durchschnittliche Meereshöhe aufgrund von Pegelmessungen seit 1810 rekonstruiert. Zunächst gab es einen leichten Abfall, der anscheinend von den niedrigen Temperaturen der kleinen Eiszeit stammt. Ab 1860 setzte durch die darauffolgende Erwärmung ein Anstieg ein, der bis heute gleich blieb.



Ab 1950 wurde durch die Massen-Industrialisierung vermehrt CO2 in die Atmosphäre geblasen. Einen direkten Zusammenhang mit einem beschleunigten Meeresspiegelanstieg sieht man hier nicht.

Insgesamt handelt es sich um 30 cm in über 150 Jahren oder knappe 2 m pro Jahr. Zum Vergleich ist ein 30-cm-Lineal mit eingeblendet. Man sollte auch bedenken, dass mancherorts der Unterschied zwischen Ebbe und Flut bei über zehn Metern liegt.

Bleibt Anstieg gleich, dann dürfte der durchschnittliche Meersspiegel im Jahr 2100 um ca. 15 cm höher liegen.

Eine Anmerkung zum Schluss: Die Erdkruste ist nicht starr, sondern bewegt sich. Deshalb kann es an Küsten sowohl zu Absenkungen als auch zu Anstiegen kommen, was sich umgekehrt auf den Meerespegelstand auswirkt. An einigen Küsten gibt es auch Absenkungen des Landes durch Abpumpen von Grundwasser.


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