Dienstag, 20. Dezember 2016

Was der Weltklimarat über Hurrikane und tropische Stürmen sagt

Tropische Stürme und Hurrikane
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216: “No robust trends in annual numbers of tropical storms, hurricanes and major hurricanes counts have been identified over the past 100 years in the North Atlantic basin.”
Übersetzung: “Keine robusten Trends bei den jährlichen Zahlen von tropischen Stürmen, Hurrikans und Stark-Hurrikans konnten in den letzten 100 Jahren im Nordatlantischen Becken ausgemacht werden.
Tropische Zyklone
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216: “Current datasets indicate no significant observed trends in global tropical cyclone frequency over the past century and it remains uncertain whether any reported long-term increases in tropical cyclone frequency are robust, after accounting for past changes in observing capabilities.”
Übersetzung: “Aktuelle Datensätze zeigen keine signifikanten beobachteten Trends bei der weltweiten tropischen Wirbelsturmfrequenz während des letzten Jahrhunderts und es ist ungewiss, ob ein berichteter langfristiger Anstieg der tropischen Wirbelsturm-Frequenz robust ist, nach Berücksichtigung der letzten Änderungen in den Beobachtungs-Möglichkeiten.“
Außertropische Zyklonen
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 220: “In summary, confidence in large scale changes in the intensity of extreme extratropical cyclones since 1900 is low. There is also low confidence for a clear trend in storminess proxies over the last century due to inconsistencies between studies or lack of long-term data in some parts of the world (particularly in the SH). Likewise, confidence in trends in extreme winds is low, owing to quality and consistency issues with analysed data.”
Übersetzung: “Zusammenfassend ist das Vertrauen in große Änderungen in der Intensität extremer aussertropischer Zyklone seit 1900 gering. Es gibt auch [nur] ein geringes Vertrauen für einen klaren Trend bei Sturm-Proxies wegen Inkonsistenzen zwischen den Studien oder wegen dem Fehlen von Langzeitdaten des letzten Jahrhunderts in einigen Teilen der Welt (vor allem auf der Südhemisphäre). Ebenso ist das Vertrauen in Trends in extreme Winde niedrig, wegen der Qualität und wegen Konsistenz-Problemen mit den analysierten Daten.“
Dürren
IPCC 2013, AR5, WGI, Technical Summery, Seite 50: ”There is low confidence in a global-scale observed trend in drought or dryness (lack of rainfall), owing to lack of direct observations, dependencies of inferred trends on the index choice and geographical inconsistencies in the trends.”
Übersetzung: “Es besteht ein geringes Vertrauen im globalen Maßstab beobachteten Trend an Dürre oder Trockenheit (Mangel an Niederschlag), aus Mangel an direkten Beobachtungen, Abhängigkeiten von abgeleiteten Trends auf der Indexauswahl und wegen geographischer Unstimmigkeiten in den Trends.“
sowie IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 215: “In summary, the current assessment concludes that there is not enough evidence at present to suggest more than low confidence in a global scale observed trend in drought ordryness (lack of rainfall) since the middle of the 20th century, owing to lack of direct observations, geographical inconsistencies in the trends, and dependencies of inferred trends on the index choice. Based on updated studies, AR4 conclusions regarding global increasing trends in drought since the 1970s were probably overstated. However, it is likely that the frequency and intensity of drought has increased in the Mediterranean and West Africa and decreased in central North America and north-west Australia since 1950.”
Übersetzung: „Zusammenfassend kommt die aktuelle Bewertung zu dem Schluss, dass es zur Zeit nicht genug Hinweise und [nur] ein geringes Vertrauen in einen beobachteten globalen Trend an Dürre oder Trockenheit (Mangel an Niederschlägen) gibt, aus Mangel an direkten Beobachtungen in der Mitte des 20. Jahrhunderts, geographischen Inkonsistenzen in den Trends und Abhängigkeiten der abgeleiteten Trends auf der Indexauswahl. Auf Basis aktualisierter Studien waren die AR4-Schlußfolgerungen bezüglich global zunehmender Trends an Dürre seit den 1970er Jahren wahrscheinlich übertrieben. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass die Häufigkeit und Intensität von Dürre im Mittelmeerraum und Westafrika sich erhöhen könnte und im Zentrum von Nordamerika und Nordwest-Australien seit 1950 abnehmen könnte.“
Nachtrag
Es ist bemerkenswert, dass alle diese Zitate und Aussagen in der 28-seitigen deutschen Fassung des Summary for policymakers (hier) fehlen!

Auszug aus eienm Artilkel von EIKE

Mehr Daten über Extremwetter findet man hier

Montag, 19. Dezember 2016

My answer about a heated up Arctis


Yes, it seems to be a not yet seen warming.

But one has to be careful with short-time changes in temperatures, as no one can say what will be measured next month. At the moment the temperature went already down considerably. So we have to wait until we see if that was a short spike down or it will go again higher.

On the other hand, we had a extrem cold spell over Siberia. Possibly a weather pattern made this exchange between the Arctic and Siberia.

We had one of the strongest El Ninos 2015/16. Very often we will see a La Nina after it, with temperatures going down below average.

In fact, a complete ENSO event (El Nino La Nina southern oscillation) will take up to five years until it is balanced out.

Climate change is something which is happening over a longer term, WMO says normally about 30 years.

So clearly the temperature worldwide and in the Arctic went up considerably in the last decades, being on a high level for over ten years, Especially the summer ice extend went down considerably.

Otherwise, the yearly temperature rise went down, and the average NSIDC Arctic sea ice extent over the whole years average had a flat trend the last 13 years.

So only future will tell sure more so we can get sure.

Samstag, 17. Dezember 2016

Arktische Temperaturen seit 100 Jahren


Hier noch eine Ergänzung meiner Artikel über Temperatur und Eisflächen an den Polen:

Die Temperaturkurve der Lufttemperatur 2 Meter über dem Boden von Professor Ole Humlum nach den Daten des britischen MET Office für die Arktis:



Seit der 60er Jahren ist es tatsächlich immer wärmer geworden. Vor 10 Jahren hat die Temperatur ihren Höchststand erreicht und ist nicht weiter gestiegen. Nun ist sie auf einem Tableau, das es vor 60 bis 70 Jahren schon einmal gab.

Gemeinsamkeiten von Klimabefürwortern und Skeptikern

Zuerst einmal eine Begriffserklärung:

Die sogenannte Klimawandeltheorie geht davon aus, dass der zuätzliche, von Menschen erzeugte, Eintrag von Treibhausgasen, insbesondere CO2, in die Atmosphäre zu einer starken Klimaerwärmung führt, die letztendlich katastrophale Folgen hat.

Klimabefürworter sind Menschen, die diese Theorie befürworten, Klimaskeptiker haben Einwände dagegen und befürworten sie nicht. Bei der zum Teil scharfen Auseinandersetzung wird teilweise behauptet, dass Klimaskeptiker einen Klimawandel und einen Anstieg der Globaltemperatur leugnen.

Dabei gibt es zwischen beiden Gruppen mehr Gemeinsamkeiten, als man gemeinhin annimmt. Seriöse Klimabefürworter und Klimaskeptiker befürworten folgende Aussagen:

- Der CO2-Gehalt der Atmosphäre hat sich in den letzten 100 Jahren durch menschliche Aktivitäten von ca. 300 auf 400 Millionstel (ppm) erhöht.
- die Globaltemperatur hat sich in den letzten 150 Jahren um circa ein knappes Grad Celsius (<1°C) erhöht.
- menschliche Aktivitäten, besonders der Ausstoß an CO2, können einen Anteil von ca. 50% der gemessenen Erderwärmung ausmachen. Mal etwas mehr, mal etwas weniger.
- in der letzten 15 bis 20 Jahren hat sich die Erderwärmung verringert,  bzw. sie ist - allerdings auf einem hohen Niveau - (beinahe) stehen geblieben.
- während er letzten 4 Jahrzehnte  hat sich in den Sommermonaten die Meereismenge in der Arktis verringert.
- der Meeresspiegel ist im vergangenen Jahrhundert um ca. 1-3mm pro Jahr angestiegen, was ca. 10 bis 30 cm pro Jahrhundert ausmacht.

Diese Aussagen findet man auch in den ausführlichen Fassungen der IPCC-Berichte.

Was ist aber Unterschied zwischen den objektiven Vertretern beider Richtungen?

Es handelt sich im Großen und Ganzen um eine wissenschaftlich nicht eindeutig geklärte Frage:

"Wie hoch ist die Klimasensitivität von CO2? Oder um wieviel Grad erhöht sich die Globaltemperatur bei einer Verdoppelung des CO-Gehalts?"

Nun hat man diese Frage untersucht und ist zu der Antwort gekommen: Um ca 1,2°C - 1,4°C unter Laborbedingungen. Auch hier stimmt man noch überein. Die Unterschiede bestehen darin, wie sich dieser Laborwert in der Realität, also unter echten Klimabedingungen auswirkt.

Klimabefürworter setzen für die Praxis einen Wert von ca. 3°C bis 6°C an, was über kurz oder lang zu einem zukünftigen Katastrophenszenario führt.

Klimaskeptiker gehen von ca.0.5 bis 1,5°C pro Verdoppelung des CO2-Gehalts aus, was die Erwärmung in einem Bereich hält, der eher angenehm bis beherrschbar für die Menschen ist.

Extremwetter No.1

Oft hört man ja, dass aufgrund des Klimawandels die Tage immer heißer werden. In den letzten fünfzig Jahren hat sich zumindest in den USA kaum etwas verändert. Ausnahmen gab es davor:
Die berüchtigte Dürre in den 30er Jahren im mittleren Westen, auch Dust Bowl (Staubschüssel) genannt.

Tage in den USA, die pro Jahr die Schwelle von 100°Fahrenheit (37,7778°Celsius)überschritten haben.


https://curryja.files.wordpress.com/2016/12/figure1.png

Klimaforscher Dr. John Christy, Universität von Alabama in Hunntsville (UAH), nach den Werten von 982 offiziellen USHCN Wetterstationen.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Arctic weather and temperature trends



There are some reports that the arctic is glowing or burning these days.

First of all:

  • The temperatures are still below 0°C.
  • The ice area is still increasing.
  • It is an observation of about one month in climate history
  • 2015/16 we had one of the strongest El Ninos, heating up the atmosphere globally.
So let's check the surface data:

http://www.esrl.noaa.gov/psd/map/ANIM/sfctmpmer_01a.fnl.11.gif

Yes, we have here up to 20°C higher temps than average around the north pole.

But we have also up to 20°C lower temps than average around the south pole, in Siberia and in places in Northeast America and Southamerica. Looks ike local weather patterns.


Let's check the ice extend compared to 9 years before (I just couldn't get oter data than march):

This is a comparision of the same date 2007 and 2016. The red/purple area is the sea ice extend:

https://i0.wp.com/wermenh.com/wuwt/cryo_compare_small.jpg

No so much difference.


Here a fresh graph from 10th of December about the ice extend during the last years in the Arctic:

http://ocean.dmi.dk/arctic/plots/icecover/icecover_current_new.png
The black/red line is from this year.

  • About the same amount of ice during winter than in previous years. 
  • This years lots more of ice in the summer than in 2012 (blue line).
  • And a tiny blip downwards for a short time in this November / December. 
So far about catastrophical melting. Just remember: The arctic sea ice area is still increasing.

Now check the South Pole ice extend:

http://nsidc.org/data/seaice_index/images/daily_images/S_stddev_timeseries.png
During Antarctic winter (September) the sea ice was within the normal range. In november a small downblip, but heading back to normal in December. No drama at all.

Something which happens within some weeks is clearly weather.

So we check for the longer trend:


The Arctic sea ice went down considerably the last 37 years.
The Antarctic sea ice had a pretty incline during the same time.

But here is something interesting: For 13 years (Arctic) and for 15years (Antarctic) we have a pause! One nearly zero trend in sea ice for both areas.

And here an overview of global sea ice area:














No big  change in any area of sea ice. Total Global sea ice always close to the 1979-2015 average.

Seems there is always some balancing in any of the Earth's systems.

My bet on global temperature 2017 / meine Bier-Wette für die 2017er Global-Temperaturen

This bet is following an intense discussion on WattsUpWithThat.com.

Here we have four graphs of golbal temperatures from 1979 (begin of satellite observation) to 2014 (before the present ENSO / El Nino Southern Oscillation):




I have no formula, but my observation is like this:

There are a number of periodic natural cycles which influences climate, like the atlantic oscillation (60 years) or <possibly> the sunspot number cycle (11 years), the latter following somthing like connected to with a rubber string. There are also cycles with thousand years and 220 years, but those aren't so visibly in short times observations.

The most prominent is the 60 years AMO cycle.

There are also irregular events like El Nino Southern Oscillation and volcanoes
which are influencing the temperature record. There is also the possibility that several El Nino in a row are pumping the heat up, having no time for sufficient cooling between.

Then we have a possible influence of CO2 of about 1.2°C per doubling. Addidional positive (like watersteam or clouds) feedbacks (up to 4 degrees) or negative feedbacks (up to -1.5°C).

Then there is a possile bias in the temperature records and and a possible willful re-working of the data to fit to a certain purpose.

You see there is a lot of numbers and factors which can influence nearly everthing.

One thing is absolutely sure: It can not be CO2 allone, as the other factors are dominant and surely there.

My bet is like follows:

1. We are at the beginning of a declining AMO wich will lead to a declining temperature the next years.

2. There has been a heat build-up from El Ninos the last 20 years or so, but that will be equalled within about 5 years, provided no other <strong> el Nino is happening.

3. It seems that we are also at the decline of the 220 years cycle, defined by sunspot numbers, which will also lead to some cooling.

4. There seems to be a bias in the surface temperature records from Urban Heat Islands and uneven distributionen of the weather stations, wich has added some tenth of a °C to the record of surface data.

5. Additional some planful upward adjustment seems to have happened by progressive graph makers.

6. Satellite (RSS,UAH) and radiosonde/weatherballoons temperature data seems to be realistic, avoiding UHI and other bias.

7. Using the satellite data and being at the begin of a decline of up to 0.5 degrees within the next decades, i just I am hoping that CO2 has some influence on global temperature, thereby avoiding to freeze off some precious body parts.

The Bet

So I bet one crate (10 liters) of wonderful Franconian* Beer or equivalent (*Franconia is a part of Bavaria) that next year 2017 we will already see a slight decline in overal temperature, coming back to the level of 2014 with RSS/UAH global temperatures. Normally the bet is settled by drinking the beer crate together (and some friends) but depending on how far we are apart we have to do it virtually...

Update some minutes later:
To make the bet more exact: the average of 2017 UAH global temperature will be the same (within two digits after point) or lower than the average of 2014 UAH global temperature.

Here is the UAH graph.



So we need a decline of about 0.2°C from UAH global today to an average 2017 UAH global level.



Freitag, 9. Dezember 2016

Hat die NASA-GISS bei ihrer Klimakurve geschummelt?

Ab und zu wird von Klimaalarm-Skeptikern behauptet, die NASA GISS Temperaturkurve verändert worden ist, um zu einen gewünschten Ergebniss zu kommen

Vergleichen wir einfach mal zwei Temperaturkurven:




Wir sehen hier in grün die bis 2014 verwendete HADCRUT3-Kurve des britischen Met-Office.

Ab jeweils ca. 1880, 1940 und 2000  sieht man hier einen Temperaturabfall. Die braune, steile Kurve ist der CO2-Gehalt der Luft, gemessen auf dem Berg Mauna Loa auf Hawaii. Ca. 20 Jahre hat der Temperaturanstieg recht gut zum CO2-Anstieg gepasst. Davor hat es nicht so richtig gepasst und ab 2000 überhaupt nicht.

Mit so einer Kurve kann man natürlich nicht so schön beweisen, dass der CO2 -Anstieg den Temperatur-Anstieg verursacht.

Nun hat im Jahre 1988 der damalige Direktor Jim Hansen von NASA-GISS als einer der Hauptakteure den Weltklimarat IPCC mitgegründet. (Bei der damaligen UN-Sitzung hat er an einem heißen Sommertag die Fenster öffnen lassen, was zu einem Ausfall der Klimaanlage geführt hat. So wurde die Klimakatastrophe eindringlich verdeutlicht.) Seitdem ist die NASA einer der eifrigsten Befürworter der Theorie des katastrophalen menschengemachten Klimawandels.

Zwei Dinge passen bei der HADCRUT3 Kurve nicht: Erstens ist mit ca. 0,5°C pro Jahrhundert der Temperaturanstieg nicht gerade alarmierend. Zweitens ist passen die Temperatur-Abfälle oder Wellen ca. alle 60 Jahre nicht zum Bild der gleichmäßig mit dem CO2-Gehalt ansteigenden Temperatur.

Die Aufgabenstellung

Eine Temperaturkurve basiert auf einer Tabelle, in der für jedes Monat eine Zahl steht - in Grad Celsius. Wie kommt man auf diese Zahl?

Weltweit gibt es ca. offizielle 13.000 Temperatur-Mess-Stationen. Nun könnte man ja einfach von diesen aus der Tages Durchschnitts-Temperatur ein globales Mittel errechnen. Nur fallen zu machen Zeiten Stationen weg, andere kommen dazu. Und zu Beginn der Thermometermessungen gab es nur ganz wenige Stationen.

Die Meerestemperatur wird durch die Messsung der Wassertemperatur ermittelt - von Schiffen, die Kreuz und quer durch die Weltmeere schippern, also immer wieder irgendwo anders sind. Da muss man dann suchen und auswählen, damit man für jeden Tag eine angemessene Verteilung der Messstellen auf den Weltmeeren hat. Also kein einfacher Job, das irgenwie fair zusammenzustellen.

Bei der guten alten HADCRUT3 hat man das jedenfall recht gut hingekriegt. Nur passte das Ergebnis ab 2000 nicht mehr zur CO2-Theorie. Da musste die Nasa doch nochmal nachrechnen und - Bingo! - plötzlich stimmt die Temperatur mit dem CO2-Anstieg überein.

Am Anfang der roten Temperaturkurve GISTEMP ist es plötzlich kühler, und am Ende heißer. Der Temperaturanstieg pro Jahrhundert ist mehr als doppelt so hoch und die Temperatur-Abfälle und Wellen sind auch weg.

Wie ist das erreicht worden?

Also ich würde das so machen:

1. Ein höherer Temperatur-Anstieg 

Es gibt viele Stationen auf dem Land, weit weg von Städten und Menschen, dort ist der Temperatur-Anstieg weit geringer als in Städten, die durch Heizung, Verkehr, von der Sonne aufgeheizte Straßen und Gebäude einen wesentlich höheren Anstieg haben. Da würde ich einfach sagen, diese ländlichen Stationen sind zu unsicher und schlecht gewartet, und deshalb lassen wir die mal weg. Und schon wird die Welt wärmer. Die NASA-GISS hat die Anzahl der verwendeten Stationen von mehr als 13.000 auf etwas mehr als 1.600 gesenkt und dabei meist die ländlichen weggelassen.

Nun gibt es aber auch Stellen auf unseren Globus, wo es keine Temperatur-Messstationen gibt, z.B. in Wüstern, Gebirge und auf den Polen. Der Nordpol z.B. hat kein Festland und Schiffe kommen wegen des Meereises selten dorthin.

Deshalb würde ich den Globus in gleichmäßg große Kästchen unterteilen und für jedes Kästchen eine Temperatur ermitteln. Wenn keine Wetterstation in der Nähe ist, dann nehme ich eben die vom Nachbarkästchen oder auch ein bisschen weiter weg - bis zu 1200 Kilometer. Also wenn in Berlin keine Wetterstation da ist, nehme ich einfach die von Rom, sozusagen. Aber nicht die von Spitzbergen, denn die zieht den Schnitt so ziemlich runter. Und für die Fehlenden Statione am Norpol nehme ich irgendwelche aus Kanada oder Russland. auch das hebt das Niveau.

Bei der richtigen Auswahl kriegt man da eine schöne zusätzliche Erwärmung her.

Die NASA-Gistemp Kurve verwendet das sogenannte Interpolieren mit bis zu 1200 km entfernten Stationen.


2. Früher muss es kälter sein, und heute wärmer

Denn es geht nicht nur darum, die Temperaturwerte zu erhöhen. sondern auch einen großen Unterschied zu früher zu haben.

Ein gutes Mittel dazu sind Stationen, die früher in der kühlen Pampa standen, und heute von warmen Städten umgeben sind oder die auf einem Flughafen stehen, der von den Fliegern und den Sonnenbeheizten Pisten auch in der Nacht schön warm gehalten wird.

Nur genügt das noch nicht ganz, um einen deutlichen Unterschied von früher zu heute zu bekommen. Da muss dann doch noch die Statistik ran. Und ein gezieltes Auswahl - und Korrekturverfahren.


3.Mit der Statistik Kurven bügeln

Die Temperaturen auf der Welt reichen von ca. minus 90°C bis um die 60°C. Dabei kommen die Temperaturen entsprechend der Gauss'schen Verteilkurve vor - also wie ein Schlapphut. Wenige ganz kalte und wenige ganz heiße, und und viele durchschnittliche in der Mitte. Letztere zu nehmen und daran zu arbeiten, bringt keine Veränderungen. Deshalb kümmere ich mich um die "Ausreißer".

Will ich es früher kälter haben, künmmere ich mich um die starken Ausreißer nach oben. Ich schaue die Stationen in der Nachbarschaft an, und wenn die alle kühler sind, dann kann mit der Temperatur etwas nicht stimmen. Oder ich finde heraus, dass die Station umgezogen ist, und korrigiere die Werte dementsprechend. Und bestimmt finde ich noch andere Begründungen, hier und da etwas zu korrgieren.

Dabei gilt: je weiter die Temperatur vom globalen Durchschnitt - also ca.15°C entfernt ist und je höher die Korrektur nach unten ist, desto eher kann ich die Gobaltemperatur beeinflussen.

Die Wellen und Temperaturabkühlungen in der Kurve bearbeite  ich, indem ich passende kalte Stationen finde und Gründe, diese für einen bestimmten Zeitabschnitt zu korrigieren.

Die NASA gibt auch solche Korrekturen an, und anscheinend schlüssige Begründungen, warum das nötig war.

Natürlich kann man einfach mal ohne ein bestimmtes Ziel die Temperaturdaten von früher untersuchen, ob da Fehler oder Unregelmäßigkeiten dabei sind. Aber dass dabei aus einer gewellten Kurve mit niedrigem Gesamtanstieg eine gerade verlaufende mit einem doppelt so hohen Anstieg wird, ist ja eher nicht zu erwarten. Sorry, so einen Zufall gibt es nicht.

Natürlich kann keiner ins Herz der NASA-Leute reingucken - und ob die ganz einfach ihrem Confirmtion Bias auf dem Leim gegangen sind oder ob sie dabei bewusst betrügerisch vorgegangen sind, weiß ich nicht und kann es auch nicht beweisen.


Erstaunliches

Erstaunlich ist dabei, dass die Politik und die Medien, ja sogar große Teile der Wirtschaft diese Theorien ungeprüft hinnehmen. Oder sich wegen der etablierten öffentlichen Meinung sich nicht trauen, etwas zu sagen. Das machen manche Wissenschaftler dann im Rentenalter, wo sie sich nicht mehr um ihre Karriere kümmern müssen.


                                                                                                                                              

Sonntag, 4. Dezember 2016

80 Jahre Arktische Temperaturen

Hier noch ein weiterer Beitrag zu arktischen Temperaturschwankungen:


image

Hier sieht man Messungen einer Station in Nord-Island, die typisch für die Grönland-See angesehen wird. 1930 bis 1960 war es dort so "warm" wie heute. 1979 war der Beginn der Satelliten-Messungen, und das war der niedrigste Wert dort überhaupt.

Falls sich jemand über die Schwankungen im Berich von 4°C wundert: Es sind Jahresdurchschnittswerte. Andere Kurven zeigen viel niedrigere Schwankungen an, weil die Werte aus tausenden von Stationen welweit errechnet werden, die sich gegenseitig etwas egalisieren.

Die Arktis glüht - kurzzeitig auf den Wärmeschaubildern

Die Arktis glüht, hieß es kürzlich. Auf den Wärmeschaubildern war sie dunkelrot - aber die Temperaturen lagen trotzdem unnter Null.

Und tatsächlich gab es in Teilen der Arktis biz zu 15°C höhere Temperaturen als sonst um die Jahreszeit, die gleichwohl aber noch unter 0°C lagen.

Dafür gibt es in Teilen Sibiriens bis um 20°C niedrigere Temperaturen. Es handelt sich einfach um Wetterschwankungen, die unabhägig vom Weltklima vorkommen.

Wie sieht die durchschnittliche Gesamteisfläche übers Jahr hinweg im Laufe der Jahrzehnte aus?

Hier ein Plot mit den monatlichen Daten des NSIDC. Deutlich sind die Schwankungen der einzelnen Jahre zu erkennen.






von 1979 bis 2003 verringerte sich das Seeeis der Arktis. Seit 13 Jahren ist die jährliche Gesamtfläche im Schnitt gleich geblieben. 2012 war die geringste Ausdehnung in September. Die Winter davor und danach hatten jedoch eine recht hohe Ausdehnung.

Und nun in der Süden, also die Antarktis:


ständige leichte Zunahme bis 2002, dann seit 15 Jahren Gleichstand.

Es gibt Schwankungen über die Jahrzehnte hin, jedoch sind die Trends nicht alarmierend. Seit 13 Jahren gibt es an beiden Polen eine "Pause" der Eisflächen-Ausdehnung.