Samstag, 30. Januar 2016

300 Wissenschaftler verlangen Aufklärung über Daten-"Erwärmung"



Einige Klimawissenschaftler von NASA und NOAA haben neue Datensätze herausgebracht, die eine starke Klimaerwärmung anzeigen.

Während Satelliten, Radiosonden und herkömmliche Oberflächen-Datensätze ein Verweilen des Globalklima auf einem hohen Niveau für 15 Jahre oder mehr anzeigen, steigt es bei den neuen Datensätzen ständig weiter an.

Wie wurden die Datensätze verändert?

Die Wissenschaftler nahmen die normalen Datensätze für Meeres-Oberflächentemperatur, die mit Eimern an einem Seil gemessen wurden und glichen sie neueren Datensätzen an, die am Kühlwassereinlass von Schiffen gemessen wurden. Der Schiffsrumpf hat eine höhere Temperatur als das Meerwasser, was die Thermometer beinflusst. Diese Art der Temperaturmessung ist niemals für Meteorologischen Daten gedacht worden.

Durch diese Korrektur erscheinen plötzlich viel höhere und ansteigende Werte in der Gegenwart und niedrigere in der Vergangenheit.

http://www.woodfortrees.org/plot/gistemp-dts/plot/hadcrut3vgl



Hier ein Vergleich zwischen herkömmlicher HADCRUT3 vom britischen Wetterdienst und überarbeiteter GISSTEMP von der NASA.

Um 1880 sind die GISS-Daten niedriger und ab 2000 steigen sie ständig weiter an.

Dadurch ergibt sich ein anderer Trend:

http://www.woodfortrees.org/plot/gistemp-dts/plot/hadcrut3vgl/plot/gistemp-dts/trend/plot/hadcrut3vgl/trend/plot/gistemp-dts/from:1966/trend/plot/none


HADCRUT3 zeigt einen Erwärmungstrend von 0,8°C in 166 Jahren, das sind weniger als 0.5°C pro Jahrhundert.

GISSTEMP zeigt einen Erwärmungtrend von 1,4°C in 136 Jahren, das ist ein Erwärmungtrend von mehr als einem Grad in hundert Jahren. Nimmt man nur die letzten 50 Jahre, dann hat man eine Erwärmung von 1,2°C, also 2,4 °C pro Jahrhundert, das fünffache von HADCRUT3. Damit ist man endlich in dem Bereich der Klimaerwärmung angekommen, den die Computermodelle vorausgesagt haben.


Dienstag, 26. Januar 2016

Deutschlandtemperaturen die letzten 17Jahre




Der Trend der Deutschlandtemperaturen 0.1°C in sechzehn Jahren.
Zusammengestellt von J.Kowatsch nach den Daten des Deutschen Wetterdienstes.

Quelle:KalteSonne.de

Interessant wird dieses Jahr. Oft folgt nach dem El Nino die La Nina, welche die globale Temperaturerhöhung durch Abkühlung wieder ausgleicht.

Im Vergleich dazu die globalen Temperaturen:
http://www.woodfortrees.org/plot/rss/from:1986/mean:12/plot/rss/from:1986/trend/plot/rss/from:1986/to:2001/trend/plot/rss/from:2001/trend

Halbzeit: 30 Jahre Globaltemperaturen, 15 Jahre im neuen Zyklus

Klima ist, was 30 Jahre lang beobachtet wurde. Hier die Temperaturdaten für letzten 30 Jahre nach den RSS Satelliten-Aufzeichnungen, und zwar als Jahresdurchschnittstemperaturen und die Halbzeittrends.

http://www.woodfortrees.org/plot/rss/from:1986/mean:12/plot/rss/from:1986/trend/plot/rss/from:1986/to:2001/trend/plot/rss/from:2001/trend

Drei Jahrzehnte Temperaturtrend 0,39°C, pro Jahrzehnt 0.13°C.
Das ergibt bis 2100 ca. 1,1°C Anstieg, wenn es so weitergeht.

15 Jahre 1986-2001 0,26°C
15 Jahre 2001-2016: ein leichter Abwärtstrend.

http://www.woodfortrees.org/plot/hadcrut3vgl/mean:12/plot/hadcrut3vgl/to:1880/trend/plot/hadcrut3vgl/from:1880/to:1910/trend/plot/hadcrut3vgl/from:1910/to:1940/trend/plot/hadcrut3vgl/from:1940/to:1970/trend/plot/hadcrut3vgl/from:1970/to:2000/trend/plot/hadcrut3vgl/trend



Wie wir sehen, pulst das Klima in 30-Jahreszyklen. Von 1970-2000 ging es so steil auf wie von 1910-1940. Insgesamt stieg die Globaltemperatur um 0.8°C in 165 Jahren. Das sind ein halbes Grad pro Jahrhundert. Bei gleichbleibendem Trend wäre es im Jahre 2100 0,4°C wärmer als heute. Damit hätten wir das 2-Grad-Ziel locker unterboten, und auch das 1,5-Grad-Ziel.

Einen halben Zyklus ab 2000 haben wir jetzt hinter uns.

Die Frage bleibt offen: Bleibt es gleich, geht es abwärts, oder aufwärts?

Noch eine Anmerkung: Nach neuer Statistischer Überarbeitung zeigen jetzt einige Temperaturkurven (GISS, NOAA, HADCRUT4) dass dieses Jahr minimal wärmer war als das vorige. Das hat jedoch mit Klima nichts zu tun, denn dabei sind immer Bezüge von 30 Jahren oder länger zu betrachten. Ohne statistische Bearbeitung ist dieses Jahr global nur das dritt- oder viertwärmste.

Montag, 25. Januar 2016

Sechs Schneestürme, die die amerikanische Ostküste verwüsteten.

Schneefall bis über 1,5m , Ernte in Kuba erfroren, 90% des Wildbestandes ausgelöscht. Immer wieder treffen heftige Schneestürme die Ostküste.

Hier eine Bildergallerie auf Mother Nature Network.

http://www.mnn.com/earth-matters/climate-weather/photos/6-snowstorms-that-crippled-the-east-coast/the-regions-extreme

Temperaturbetrachtungen, Teil 4: Was wird wie gemessen? a) Oberflächentemperaturen

Es gibt weltweit verschiedene Rohdaten, aus denen Temperaturkurven hergestellt werden. Wir wollen mal die wichtigsten aufzählen.

1. Temperaturmesstationen oder Wetterhäuschen. Sie haben sich vom Aussehen und der technischen Ausstattung über die Jahrhunderte gewandelt. Sie messen die Lufttemperatur ca. 2 Meter über dem Boden.

Ein Problem ist dabei der Wärmeinseleffekt. Änderungen in der Bebauung oder Nutzung und Bewirtschaftung des Landes ergeben in der Regel heute höhere Temperaturen als vor hundert oder mehr Jahren. Jedoch ist dieser Effekt aufgrund des überwiegenden Anteils der Meeresoberfläche nicht wirklich gravierend, solange die Rohdaten nicht massiv statistisch überarbeitet werden.

Die Temperaturen wurden ein-oder mehrmals täglich abgelesen und ein Mittel gebildet. Heute werden manche Stationen auch rund um die Uhr per Funk abgelesen und die Durchschnittwerte errechnet.

2. Meeresoberflächentemperaturen, engl. Sea Surface Temperatures, SST

Diese werden mit verschiedenen Mitteln gemessen

  • verankerte und treibende Bojen mit Thermometern
  • vom Hafenbecken mit Eimern geschöpftes Wasser wird mit Thermometern gemessen.
  • vom Schiff mit unisolierten Eimern geschöpft und gemessen
  • vom Schiff mit isolierten Eimern geschöpft und gemessen
  • Am Kühlwassereinlass von Schiffsmotoren gemessen.
Problematisch dabei könnte Wasser sein, das in der Nähe von Land und Zivilisation gemessen wurde. In solchen Gegenden könnte durch vermehrte Zivilisationseinflüsse wärmer geworden sein.

Auch die Temperaturunterschiede zwischen Kühlwassereinlass und Eimermessung sind problematisch. Wähend mit Eimern Wasser von der Oberfläche entnommen wird, können Die Einlässe in mehreren Metern tiefe liegen.

Auch die Schiffahrtsrouten, an denen gemessen wurde, haben sich geändert.

Ein eventuell wirklich einschneidender Temperatursprung lässt sich am Ende des Zweiten Weltkriegs feststellen, als von amerikanischen Kriegsschiffen mit Kühlwassermessung auf vorwiegend Britische Handelsschiffe mit unisolierten Eimern umgestellt wurde. Dort gab es einen Temperaturabfall von mehreren Zehntel Grad.


Hier sieht man die Temperaturkurven von der alten HADSST2 (rot) mit dem tiefen Absturz nach 1940 und der neueren HADSST3 (grün), wo man diese Umstellung zu berücksichtigen versuchte.



Sonntag, 24. Januar 2016

Wie zuverlässig sind Satellitendaten?

In letzter Zeit werden Satellitendaten machmal als nicht zuverlässig bezeichnet. Bei der Nachforschung wurde ich fündig. Hier eine Graphik vom britischen Hadley-Center. Es ist ein Vergleich von Satelliten-, Wetterballon- und Landtemperaturen.







Relevant für unsere Fragestellung ist die untere Kurve des britischen Hadley Center.
Ab 1979 gibt es Satellitenmessungen und die Temperaturgraphen von RSS und UHA. Im Vergleich dazu sind auch die Oberflächentemperaturen und die Ballonsonden-Daten geplottet und zeigen eine verblüffende Übereinstimmung. Die Atmospähren-Messungen zeigen einen höheren Ausschlag, weil hier Großteils nur Lufttemperatur gemessen wird. Der Kurvenverlauf ist aber derselbe.

Nur die Datenreihen von GISS und NOAA zeigen eine eklatante Abweichung nach oben, was auf eine Überarbeitung der Rohdaten zurückzufühen ist. Die Art der Überarbeitung wird zwar von den Erstellern beschrieben, ist aber oft nicht nachvollziehbar und unlogisch.



Hier sehen wir RSS Satelliten und HADCRUT3 Oberflächen-Daten, die recht parallel verlaufen. Nur die GISSTEMP-Kurve geht steil nach oben.

2015 wärmstes Jahr überhaupt?

Schon seit Herbst wurde darüber spekuliert, dass 2015  (wie auch die Jahre davor) das wärmste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen ist. Nun trudeln langsam die Dezemberwerte ein und wir können mal checken:

Satellitenmessungen haben den Vorteil, dass sie sich gleichmäßig über den Globus erstrecken. Nach einigen Anpassungsschierigkeiten um die Jahrtausendwende liefern sie nun zuverlässige Werte, die auch mit den Daten der Wetterballon-Sonden übereinstimmen.

http://www.woodfortrees.org/plot/rss


Die Satellitenmessungen der Atmosphäre mit Gewichtung auf 0-3000m ü.M. von Nasa-Satelliten, zusammengestellt von Remote Sensing Systems. 1998 und 2010 waren deutlich wärmer.




Dieselben Daten zusammengestellt von der Unversity of Alabama in Huntsville (UAH) kommen zum gleichen Ergebnis.


Der Deutsche Wetterdienst lässt verlauten:
2015 zweitwärmstes Jahr in Deutschland – gemeinsam mit 2000 und 2007
Das Jahr 2015 erreicht in Deutschland eine Durchschnittstemperatur von etwa 9,9 Grad Celsius (°C). Es dürfte damit – nach ersten Auswertungen der Ergebnisse der rund 2 000 Messstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) – gemeinsam mit den Jahren 2000 und 2007 hierzulande das zweitwärmste Jahr seit Beginn flächendeckender Messungen im Jahr 1881 sein. Den Temperaturrekord hält mit Abstand 2014 mit 10,3 °C. Die vergangenen 12 Monate fielen außerdem zu trocken und sonnenscheinreich aus, meldet der nationale Wetterdienst.
2015 waren hierzulande zehn von 12 Monaten zu warm. Nur der September und Oktober blieben unter ihrem vieljährigen Durchschnitt. Der August war der zweitwärmste, die Monate November und Dezember waren sogar die wärmsten seit 1881. Im Juli und im August herrschte in Deutschland so extreme Hitze, dass im unterfränkischen Kitzingen mit 40,3 °C sogar ein neuer deutscher Temperaturrekord erreicht wurde.
Quelle: DWD via KalteSonne


Das Britische MetOffice hat folgdende Globaldaten ermittelt:



Auch dieses Jahr steht erst an 4. Stelle.

Und nun kommt noch GISS, wo die Rohdaten mit einem Computeralgorithmus überarbeitet wurden:



Okay hier ist 2015 der klare Gewinner. Nur: Wieso müssen die Rohdaten erst überarbeitet werden, damit man die Erwärmung sieht? Böse Zungen behaupten, das wäre ein Job-Sicherungsprogramm. Denn wenn man jetzt zugeben würde, dass sich das Klima gar  nicht so erwärmt hat wie man vorausgesagt hat, dann bräuchte man die GISS gar nicht.

Und was hatte ich vorausgesagt?

http://klimawandler.blogspot.de/2016/01/2015-wird-wahrscheinlich-das.html

das Drittwärmste. Naja, das war auch noch gar nicht solange her.

MIttelalterliche Warmphase Teil 2: Temperaturnachrichten aus Grönland

Wie warm war es in Grönland die letzten 10.000 Jahre? Hier die Daten aus dem grönländischen Eisbohrkern.

http://jonova.s3.amazonaws.com/graphs/lappi/gisp-last-10000-new.png

Greenland temperatures, GISP, ice cores, Holocene era.

Eigentlich ist es sehr kalt in Grönland. Und es ist in den letzten paar hundert Jahren tatsächlich etwas wärmer geworden auf Grönland - so ein halbes Grad C. Allerdings war es die meiste Zeit wärmer - bis zu 3°C.

Hier die deutschen Bezeichnungen der Warmzeiten:
Das Holozän, ca. 6000-5000 v. Chr.
Die minoaische Warmzeit, ca.1000 v. Chr.
Die römische Warmzeit, um die Zeitenwende
Danach die kalten, dunklen Jahre der Völkerwanderung
Die Mittelalterliche Warmzeit, um 1000 n. Chr.
Dann die kleine Eiszeit ab ca.1600
Das moderne Wärmeoptimum heute.

Samstag, 23. Januar 2016

Ist der Blizzard in den USA klimawandelbedingt?

Der Blizzard in den USA hat eher was mit Wetterumschwung zu tun als mit Klimawandel. Klima ist laut Definition der Meteorologen die Beobachtung von Wetterdaten über mindestens 30 Jahre.

In Washington DC haben die alle paar Jahre so ein Wetter.
1772 gab es 36 Zoll Schnee, also knapp ein Meter.
http://www.weather.gov/lwx/winter_DC-Winters


Und hier die Anzahl aller Winterstürme (oben) und aller schweren Winterstürme (unten) an der Ostküste von 1948 bis 1997


hirschecws

Die Grafik stammt aus dieser wissenschaftlichen Arbeit:
https://www.e-education.psu.edu/worldofweather/files/worldofweather/februaryecws.pdf


Donnerstag, 21. Januar 2016

Die Irrtümer der Klimaskeptiker Teil 1: Die CO2-Konzentration ist zu gering als dass sie eine Wirkung haben könnte

Ich beginne hier eine Serie über Aussagen der Klimaskeptiker, die nicht - oder nicht ganz stimmen. Natürlich könnte ihr mit mir auch darüber diskutieren. Wenn ich erwiesenermaßen was falsch schreibe, dann werde ich das korrigieren - oder einen neuen Beitrag darüber schreiben.

Exkurs: Über Alarmisten und Klimaskeptiker
Nur ganz kurz: Fast alle Menschen glauben, dass das Klima sich ändert, dass es in den letzten 100 Jahren wärmer geworden ist, und dass der Mensch durch Verbrennung fossiler Rohstoffe den CO2-Gehalt der Atmosphäre erhöht hat. Gestritten wird nur darüber, wieviel der Anteil des Menschen an der Erwärmung ist - und ob diese Erwärmung zur Katastrophe kommt - oder und zumindest gefährlich wird. Wer letzteres glaubt, wird Klimabefürworter oder Klimaalarmist genannt. Wer nicht glaubt, der wird Klimaleugner oder Skeptiker genannt. Sich selbst nennen sie sich auch Klimarealisten.

Jede Gruppierung hat eine Meinung und Überzeugung - und sucht nach Argumenten dafür. Nicht alle müssen stimmen. Ich beschäftige mich jetzt in loser Folge mit Skeptiker-Argumenten.

Die CO2-Konzentration ist zu gering als dass sie eine Wirkung haben könnte oder wie kürzlich in einem Artikel stand:
"Der Einfluss des Spurengases CO2 auf die Temperaturentwicklung ist dabei völlig nebensächlich, schon aus physikalischen Gründen, aber auch weil auf 10.000 Luftmoleküle nur 4 CO2-Moleküle kommen, da unsere Luft zu 78 % aus Stickstoff, 21 % Sauerstoff und nur zu 0,04 % (400 ppm) aus Kohlenstoffdioxid besteht."

CO2 hat heute einen Anteil von 400ppm in der Atmosphäre. Das sind 400 Teile pro Million, oder 0,4 Promille oder 0.04%. Vor 200 Jahren waren es ca 300 ppm. Aber es gab auch schon Zeiten mit 5000 ppm, und weiter zurück noch hatte die Atmosphäre der Erde viele Prozente CO2.

Nun könnte man meinen, dass CO2 mit so einer geringen Konzentration keinen Einfluss auf die Erdtemperatur haben kann. Dazu muss man zuerst mal die physikalische Wirkungsweise von CO2 kennen.

Fast alle Materialien in diesem Kosmos können Wärmestrahlen abgeben (emittieren) und empfangen (absorbieren) - außer den zweiatomigen Gasen wie O2 (also das Sauerstoff-Molekül) und N2 (das Stickstoffmolekül). CO2 ist dreiatomig und kann das. Trifft nun Wärmestrahlung, auch Infrarote Strahlung genannt, auf ein CO2-Molekül auf, nimmt es die Energie auf und wird wärmer. Im Nanosekundenbereich strahlt es diese Energie wieder infraot in eine zufällige Richtung ab - wenn es nicht zuvor mit einem anderen Molekül zusammengestoßen ist und dabei die Wärme abgegeben hat. Im Schnitt geht die Strahlung also je zur Hälfte nach oben und nach unten.

Die Atmosphäre besteht bis in ca. 10 km Höhe aus der Troposphäre - also dem gut durchmischten und recht dichten Teil. Darüber wird es dünn mit den Gasen.

Die Erdoberfläche wird von kurzwelligem Sonnenlicht erwärmt und gibt die Wärme als langwellige Wärmestrahlung wieder ab - Richtung Weltall, wo es recht kalt ist. Obwohl 1000e von Sternen dort leuchten, kommen uns nur läppische - 270°C entgegen, also 3°C über dem absoluten Nullpunkt, wo sich gar nichts mehr rührt. Man nennt das die Hintergrundstrahlung und Satelliten benutzen sie als Referenzmessung für ihre Thermometer, weil sie so schön gleichbleibend ist.

Nun haben wir also die warme Erdoberfläche und 10 km Atmosphäre mit 400ppm CO2 darüber. Es dürfte jedem klar sein, dass ein ausgehender Wärmestrahl sehr bald auf ein CO2-Molekül trifft. In einem Raumwürfel ist in jeder Richtung ein jedes 16. Molekül ein CO2. In der Praxis ist nach ca. 20m über dem Boden jeder Wärmestrahl absorbiert (- außer diejenigen, die durch das sogenannte Atmosphärische Fenster entwischen. Aber mehr dazu ein andermal).

Die erwärmten Moleküle strahlen also die Wärme nach oben und nach unten ab. Dabei treffen die Strahlen wieder andere Moleküle und es geht in einem Ping-Pong-Spiel auf und ab, aber letzt endlich kommt die Strahlung (innerhalb von Sekunden) doch am oberen Rand der Atmosphäre ab und strahlt von dort in den Weltraum. Auf Englisch heißt das Top Of Atmosphere (TOA). Für CO2 ist TOA schon nach ca. 10 km, denn danach ist nicht mehr, was die Wärmestrahlung bremst.

Nun kann man sich ja vorstellen, dass je mehr CO2 in der Atmosphäre ist, das Pingpongspiel der Wärmestrahlen, bis an TOA ankommen länger dauert, mehr davon wieder auf die Erde zurückgeworfen wird, und die Atmosphäre und unsere Erde etwas wärmer wird. Im Labor hat man das mal berechnet und herausgefunden, dass eine Verdoppelung der CO2-Konzentration die Temperatur der Erde um ca. 1,2°C ansteigen lässt. Aber nur, wenn sich sonst nichts ändert. Diesen Wert nennt man auch Klimasensitivität des CO2.

Also das Argument, dass CO2 in so geringer Konzentration gar keine Wirkung hat stimmt nicht.

Was wir hier nicht behandelt haben:

  • welche anderen klima-aktiven Gase es sonst noch gibt und was sie bewirken
  • welche andere Faktoren die Temperatur unserer Erde noch regeln könnte
Der australische Mathematiker David Evans hat dazu ein interessantes Modell entwickelt. Hier findet ihr meine deutsche Übersetzung seines Artikels.



Mittelalterliche Warmphase Teil 1: Vor tausend Jahren war es in Grönland mindestens 5 Grad wärmer als heute - meinen Archäölogen

Die Wikinger waren ab dem Jahr 1000 über 400 Jahre lang in Grönland. Sie kamen über Norwegen aus dem 800 km entfernen Island. Sie waren auf sich allein gestellt und konnten sich nicht auf Lieferungen von auswärts verlassen. Aus dieser Zeit wurden 620 Gehöfte ausgegraben - viele davon unter Permafrost. Sie waren aus Steinen und Holz gebaut, denn damals wuchsen dort richtig große Bäume. Sie konnten sich und ihre Tiere von dem Land ernähren. Die Wikinger bauten Getreide an. Eine christliche Kirche mit Bischöfen, Pfarreien und Klöstern hatte sich gebildet. Heute ist das Klima auf Grönland polar oder subpolar - also eine feste Eiskappe oder eine baumlose Tundra. Es kann das ganze Jahr über schneien. Damit Bäume und Getreide wachsen konnte, musste es damals mindestens 5°C wärmer als heute gewesen sein. Das passt zu den Berichten und geologischen Funden über eine Warmzeit vor ca 1000 Jahren.

Die spannende Geschichte der norwegischen Wikinger auf Grönland findet man auf Englisch auf Archaelogy Online und hier:

Samstag, 16. Januar 2016

Temperaturbetrachtungen, Teil 3: Wärmeinseleffekt

Der städtische Wärmeinseleffekt  (Urban Heat Island = UHI) besteht grob darin, dass Temperatur- Messstationen, die einst mal auf freiem Felde standen, langsam von Städten umwachsen wurden. Oder dass sie sich in Städten befanden, die durch Bebauung und Verkehr immer wärmer wurden. Der Unterschied zwischen Umland und Großstadt beträgt bis zu 2°C im Jahresdurchschnitt.

Temperaturaufzeichnungen wurden nie getätigt, um eine Klimaerwärmung zu beobachten, sondern die Wetterentwicklung. So ist es schwer auszurechnen, wie hoch dieser Effekt ist. Kämpfe und Leistenschneider haben einen Versuch unternommen.

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/extremes-winterwetter-in-europa-der-waermeinseleffekt-und-das-maerchen-vom-co2-treibhauseffekt-teil-2-die-waermeinseln-breiten-sich-aus/

Hier ihre Grafik für Deutschland laut deutschem Wetterdienst mit eigenen Korrekturen:


Danach hätte sich die Deutschland-Temperatur in 100 Jahren nur um 0.1°C erhöht (Vergleichspunkte 1909 zu 1991). Wie sie selbst zugeben, ist so eine Berechnung schwierig. Aber selbst wenn die Deutschland temperaturen so verfälscht wurden, was hat das für Auswirkungen auf die Globaltemperatur?

Deutschland ist ein Industrieland mit einer global gesehen nur kleinen Fläche. Die Weltmeere bedecken zu zwei Drittel unseren Globus. Das Wärmespeichervermögen von Wasser ist grob 4 mal so groß wie der von Gestein oder Sand und 4000 mal so hoch wie der von Luft. So dürfte der Anteil von Deutschland an der globalen Erwärmung eher gering sein.

Auf Land wird die Luft-Temperatur ca. 2 Meter über dem Boden gemessen. Im Gegensatz dazu haben wir die Meeresoberflächen-Temperaturen, bei denen tatsächlich Wasser aus dem Meer geschöpft und dessen Temperatur gemessen wird. Vergleichen wir doch mal diese Temperaturen weltweit.

http://www.woodfortrees.org/plot/hadcrut3vgl/mean:36/plot/crutem3vgl/mean:36/plot/hadsst2gl/mean:36/plot/none


Hier sehen wir drei recht zuverlässige globale Temperaturkurven des britischen Wetterdienstes. Während die Global-Temperaturen Wasser und Land recht nahe bei den Wassertemperaturen liegen, sind die Landtemperaturen ein Ausreißer. nach oben und nach unten. Das mag mit am Wärmeinseleffekt liegen, aber auch an der schneller wechselnden Luftemperatur über dem Land. Oder andersherum an dem hohen Wärmespeichervermögen der Wassers. Aber global gesehen liegen die Abweichungen auch nur bei ca +/- 0.2 Grad. Um 1900 herum waren es auch Abweichungen nach unten.

Nun fügen wir dem obigen Kurven auch noch den Trend hinzu:

http://www.woodfortrees.org/plot/hadcrut3vgl/mean:36/plot/crutem3vgl/mean:36/plot/hadsst2gl/mean:36/plot/hadcrut3gl/trend/plot/crutem3vgl/trend/plot/hadsst2gl/trend

Seit 1850 haben sich die Landtemperaturen um 0,9°C erhöht, die Ozeantemperaturen um 0.65°C, und die Land/See-Temperaturem um 0.7°C. Wir sehen also. dass Landtemperaturen (mit dem Städischen Wärmeinseleffekt) die Globaltemperatur nur marginal beeinflusst.

Um die Angaben von Kämpfe und Leistenschneider wirklich zu vergleichen, müssen wir nun noch das Startjahr anders eingeben, nämlich 1891.

http://www.woodfortrees.org/plot/hadcrut3vgl/from:1891/mean:36/plot/crutem3vgl/from:1891/mean:36/plot/hadsst2gl/from:1891/mean:36/plot/hadcrut3gl/from:1891/trend/plot/crutem3vgl/from:1891/trend/plot/hadsst2gl/from:1891/trend

Weil wir nun in einem Temperatur-Tal starten, ergibt sich nun ein stärkerer Anstieg, nämlich Land 1,1°C, See 0,7°C und Global 0.8°C. Kämpfe und Leistenschneider verzeichnen einen Anstieg lt. DWD um 1,5°C. Sind eventuell die 0.4°C Unterschied von Global Land zu Deutschland der Wärmeinseleffekt?

http://www.woodfortrees.org/plot/hadcrut3vgl/from:1891/mean:36/plot/crutem3vgl/from:1891/mean:36/plot/hadsst2gl/from:1891/mean:36/plot/hadcrut3gl/from:1891/trend/plot/crutem3vgl/from:1891/trend/plot/hadsst2gl/from:1891/trend/plot/crutem3vnh/from:1891/mean:36/plot/crutem3vnh/from:1891/trend


Wir haben nun noch die Landtemperaturen der Nordhalbkugel hinzugenommen, weil dort sich eben die meisten Landmassen befinden. Nun haben wir einen Temperaturanstieg von 1,3°C gegenüber 1,5°C von Deutschland. Die Landmassen haben auch große unbewohnte Gebiete ohne Wärmeinseleffekt. Möglicherweise sind die 0,2°C Unterschied dem UHI geschuldet, oder etwas mehr, weil ja in den Landdaten ja auch viele Städte enthalten sind.

Die Folgerungen aus den Betrachtungen könnten lauten:

  • Zur Betrachtung der tatsächlichen Globalen Erwärmung sind Landtemperaturdaten weniger geeignet - und Deutschland-Daten noch weniger.
  • Der Wärmeinseleffekt der Industrieländer schlägt in den Globaldaten wenig zu Buche, weil die Ozeane eine große Gewichtung haben.
  • Dass die globale Erwärmung nach Abzug des Wärmeinseleffekts nur 0.1°C beträgt, ist nicht richtig.
  • Die Messungen der sehr stabilen Meeresoberflächen-Temperaturen ergeben einen Anstieg von 0.65°C in 165 Jahren, also weniger als 0.5°C pro Jahrhundert.


Sonntag, 10. Januar 2016

Geoforschungszentrum Postdam: Das Klima ist unkalkulierbar.

Auszüge aus dem Artikel:
http://bib.gfz-potsdam.de/pub/schule/neg_kiw_0209.pdf

Das gegenwärtige Klima der Erde ist nicht repräsentativ für die längerfristigen Klimabedingungen, die auf der Erde seit 600 Millionen Jahren geherrscht haben. Paläoklimatische Untersuchungen (geobiowissenschaftlicher Archive) zeigen, dass ein viermaliger Wechsel von "Icehouse" und "Greenhouse" stattgefunden hat. Wir leben heute seit ca. 55 Millionen Jahren in einem kalten Klimazustand (Icehouse), der sich allmählich entwickelte. Vor 30 Millionen Jahren kam es zur Eisbildung auf dem Südpol und die Vereisung beider Polkappen ist erst seit ca. 2,8 Millionen Jahren festzustellen

.....

Das Klimasystem ist ein hochkomplexes System mit vielfältigen Ursachen, die sich verstärken aber auch abschwächen können. - Es ist fraglich, inwieweit der Mensch das Klima beeinflusst hat und beeinflusst. - Seit 1970 scheinen Temperaturwerte auf einen menschlichen Einfluss zu deuten. - Variabilitäten waren jedoch allein seit römischer Zeit bis in kleine Eiszeit größer. - Der Mensch reagiert z. B. auf den Meeresspiegelanstieg seit 1000 Jahren an der Nordsee mit Änderung von Flachsiedlung über Küstenbau bis zur Eindeichung. Der Meeresspiegel hebt sich seit 22.000 bis 18.000 Jahren vor heute von -110 m auf das heutige Niveau und oszilliert. Es handelt sich hier um einen linearen, vom Menschen 5 unbeeinflussten Anstieg von 20 cm pro Jahrhundert! - Die sog. Eem-Warmzeit – der heutigen seit 11.600 Jahren vor heute etwa vergleichbar – hatte einen etwas höheren Meeresspiegel als heute, der generelle Verlauf war an der Nordseeküste ähnlich. - Der Mensch ist dem Klima "gefolgt" und wird das auch in Zukunft tun. - Jedoch: Plötzliche Klimaänderungen wie in der Jüngeren Dryas – Kälteeinbruch für ca. 1100 Jahre – könnte Systeme unanpassungsfähig machen. Die Jüngere Dryas trat innerhalb von 25 Jahren (Messwert aus Warven der Eifel) in Mitteleuropa ein und erzeugte einen Temperaturrückgang um ca. 6 bis 7 °C)! Sie endete in 60 Jahren mit einer Erwärmung auf das heutige Temperaturniveau. Das Klima ist zur Zeit unberechen- und unkalkulierbar.

Mehr Informationen und besser lesbar:
http://bib.gfz-potsdam.de/pub/schule/neg_kiw_0209.pdf

Temperatur-Betrachtungen, Teil 2: Was ist Klima?

Laut Geoforschungszentrum Potsdam:

Tab. 1: Klima und Klimamessung

KLIMA Def.:
Langzeitverhalten atmosphärischer Größen in globaler Verteilung Mittelung > 30 Jahre

heute:
jenseits der Wettervorhersage

Was wird gemessen? 

seit ca. 150 Jahren 
Meteorologische Messwerte Temperatur, Niederschlag, Feuchtigkeit etc.

seit ca. 3.000 Jahren (lückenhaft, zufällig, Extremereignisse) 
Historische Aufzeichnungen über: Fluten, Dürren, Kälteperioden (zugefrorene Seen), Winterstrenge, andere Beobachtungen, Beispiel: Temperaturverlauf seit 1100

von heute in die Erdgeschichte zurück in verschiedenen Archiven mit 1-, 10,- 100- jähriger Auflösung (→ Millionen Jahre) 
Proxy- bzw. Stellvertreterdaten Proxies für Niederschlag, Temperatur etc. in verschiedenen Archiven; über Multiproxy-Parameter-Netzwerke erfolgt die Ableitung von Klimavariablen

Klima-Archive: 
(als "geo-biowissenschaftliche" Messinstrumente in allen Klimaarealen) Baumringe, Speleotheme, Eis, Korallen, See- und Meeressedimente

***

Laut GFZP und anderen Wissenschaftlern ist Klima also das was wir weltweit im Durchschnitt in einem Zeitrahmen von mehr als 30 Jahren beobachten.
Damit haben die Wetterkapriolen, wie wir sie heute sehen, nichts mit Klimawandel zu tun - außer wir sehen eine signifikante Veränderung in einem Zeitrahmen von mehr als 30 Jahren. Das gilt auch für unsere Temperatur-Beobachtungen.

New York Times 1979 Zeitungsartikel


ScreenHunter_4169 Oct. 28 10.29

Damals berichtete die NYT von der Kleinen Eiszeit, als die Temperaturen um 3°F (ca. 2°C) gefallen waren, mit kurzen Sommern und harten Wintern.

Im Gegensatz dazu führten die warmen Mittelalterlichen Zeiten zur Besiedlung von Island, Grönland und Fahrten nach Nordamerika.

Die Antwort der Evolution auf CO2-Mangel: Die C4-Pflanzen

In der Frühgeschichte unseres  Planeten war der CO2 in der Atmosphäre in Prozenten vorhanden, und nicht in ppm (parts per million, also Millionstel). Im Laufe der Jahrmillionen wurde aber das C im Kohlendioxid durch Pflanzen sowie Klein- und Schalentiere gebunden und abgelagert - als fossile Brennstoffe und als Calziumcarbonat am jeweiligen Meeresgrund. Fast das gesamte CO2 der ehemaligen Atmosphäre ist heute gebunden.

(Das können jetzt durchaus Gebirge sein, wie z.B. die Kalkalpen. Wenn wir Kalk brennen oder Zement herstellen, dann binden wir das C im Calziumcarbonat mit Sauerstoff und es entsteht wieder CO2. Wird der Kalk als Kalkfarbe oder Luftkalkmörtel verwendet und fachgerecht gereift, nimmt dieser wiederum C aus dem CO2 auf und wird wieder zum Calziumkarbonat. Sauber gereifte Kalkfarbe ist also wieder daselbe wie der Muschelkalk aus den Gebirgen.)

Wir leben also in einem CO2-armen Zeitalter. Weil Pflanzen aber nicht mehr genug Pflanzenmasse aufbauen konnten, besonders bei hohen Temperaturen, entwickelte die Evolution einen neuen Pflanzentyp: Die C4-Pflanzen. Das sind vor allem Gräser wie Mais, Hirse und Zuckerrohr. Sie können schon ab einem CO2-Gehalt von 10ppm Photosynthese betreiben. Normale C3-Pflanzen können das erst ab einem Gehalt ab 50ppm.

Während der Eiszeiten gab es einen CO2-Gehalt von ca. 200ppm, vor der Industrialisierung ca. 300ppm, und heute haben wir eine Gehalt von ca. 400ppm. Das sind aber nur Durchschnittswerte, lokal können sie auch ganz unterschiedlich sein.

Pflanzen beziehen ihren gesamten Struktur- und Nährstoffgehalt aus dem C des CO2. Je mehr CO2 vorhanden ist, desto besser und schneller wachsen Pflanzen. Deshalb wird in Gewächshäusern der CO2-Gehalt oft angereichert - auf bis zu 1500ppm. Das sind 0,15% und auch für den Menschen in keinster Weise gesundheitsschädlich.

Mehr Information über C4-Pflanzen:
https://de.wikipedia.org/wiki/C4-Pflanze

Hier noch ein interessanter Auszug aus:
http://www.chemie.de/lexikon/C4-Pflanze.html

Ökonomische und ökologische Aspekte

C4-Pflanzen sind den meisten C3-Pflanzen insofern überlegen, als sie CO2 und Wasser ökonomischer nutzen können: (WUE water-use-efficiency)
  • Während C4-Pflanzen zur Bildung von 1 g Trockenmasse 230–250 ml Wasser benötigen, liegt der Bedarf für C3-Pflanzen zwei bis dreimal so hoch.
    • Überlegene Wachstumsraten zeigt das Chinaschilf, das aus diesem Grunde Interesse für die Produktion von Biomasse für die Energiegewinnung gefunden hat: Unter günstigen Voraussetzungen lassen sich bis zu 45 Tonnen Trockenmasse je Hektar und Jahr ernten.
  • Die optimale Wachstumstemperatur liegt zwischen 30 und 45 °C, für C3-Pflanzen dagegen bei 15–25 °C.
  • Wachsende Aufmerksamkeit gewinnen auch tropische C4-Futtergräser, die mit Stickstoff bindenden Bakterien vergesellschaftet sind und somit kaum einer Zusatzdüngung bedürfen.
  • Obwohl zu den Gräsern gehörend, ist Reis keine C4-Pflanze. Um die Erträge zu steigern, gab man ihm die Genausstattung vom Mais und verzeichnete Ertragssteigerungen von bis zu 35 Prozent.
In den letzten dreißig Jahren ist eine Ausbreitung von C4-Pflanzen auch auf warmen, sonnigen Standorten in Mitteleuropa zu beobachten. Zumeist handelt es sich um hirseartige Gräser und Fuchsschwanzarten. Deren Ausbreitung wird zumindest bisher nicht als Gefahr für die heimische Flora gewertet.

Freitag, 8. Januar 2016

Neue These: Gewitter regeln die Globaltemperatur wie ein Thermostat

Das hat Willis Eschenbach beobachtet.

In einer Graphik hat er die Meeresoberflächentemperatur mit der Verdunstung verglichen, die durch Gewitter entsteht.


scatterplot oceanic evaporation vs temperature
Hier sieht man, das gerade in den Tropen (rot) die Verdunstung immens ansteigt, wenn die Temperatur über ca. 25°C ansteigt. Es sieht aus wie eine Thermostat-Funktion, die die Temperatur auf ein gewisses Maß begrenzt. Laut Eschenbach wird die globale Temperatur z. B. im 20. Jahrhundert in einem engen Bereich von +/- 0.3°C geregelt.

Das widerspricht der These, dass der Klimawandel mehr Gewitter erzeugt. Gewitter sind ein rein lokales Phänomen, die immer dort entstehen, wo gerade die lokalen Bedingungen dafür da sind. Wenn sie entstehen, wird durch die entstehende Verdunstung die Temperatur auf ein bestimmtes Maß begrenzt.

In großen Maßstab sehen wir das auch bei den Hurrikanen. Sie funktionieren nur, wenn eine bestimmte Wärmeenergie vorhanden ist. Ist diese aufgebraucht, oder kommt der Hurrikan in eine kältere Gegend, dann geht ihnen die Puste aus.

Mehr Informationen in recht leicht verständlichen Englisch auf

http://wattsupwiththat.com/2016/01/08/how-thunderstorms-beat-the-heat/

Mittwoch, 6. Januar 2016

Auch 2015 - wie schon 2014 - weniger Schäden durch Naturkatastrophen

Aktuell zu unserer El-Nino Erklärung von der Munich RE:

Pressemitteilung

Klimaphänomen El Niño dämpfte Schäden aus Naturkatastrophen 2015

Die Schäden aus Naturkatastrophen sind 2015 erneut niedriger ausgefallen als im Vorjahr. Das natürliche Klimaphänomen El Niño dämpfte die Hurrikanaktivität im Nordatlantik, während sich in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern starke Überschwemmungen und Hitzewellen ereigneten. Die tödlichste und teuerste Katastrophe gemessen an den Gesamtschäden war das Erdbeben in Nepal im April. Rund 9.000 Menschen kamen ums Leben, der Gesamtschaden betrug 4,8 Mrd. US$.
„2015 hatten wir, was die finanziellen Schäden angeht, auch Glück: Starke tropische Wirbelstürme trafen – wenn überhaupt – oft nur in dünn besiedelten Regionen auf Land. Im Nordatlantik wurde die Entstehung von schweren Stürmen durch El Niño gedämpft. Auch Maßnahmen zur Minderung der Schadenanfälligkeit wirkten positiv“, sagte Peter Höppe, Leiter der GeoRisikoForschung von Munich Re. Die vergleichsweise geringen Schäden sind daher kein Signal der Entwarnung: „Die Wissenschaft geht derzeit davon aus, dass die aktuell starke El-Niño-Phase 2016 schon in das Gegenteil, also eine La-Niña-Periode, umschwenken könnte. Beide Ausprägungen der Klimaschaukel ENSO (El Niño/Southern Oscillation) im Pazifik beeinflussen Wetterextreme auf der ganzen Welt. Eine La-Niña-Periode würde beispielsweise im Nordatlantik die Entstehung von Hurrikanen wieder begünstigen.“

Das Jahr im Überblick:
  • 2015 war das Jahr mit den geringsten Schäden seit 2009. Die Gesamtschäden betrugen 90 (Vorjahr: 110) Mrd. US$, davon waren 27 (31) Mrd. US$ versichert.
  • Die Schadenssummen lagen auch unter den langjährigen inflationsbereinigten Durchschnittswerten von 1985-2014 (Gesamtschäden 130 Mrd. US$, versicherte Schäden 34 Mrd. US$).
  • Bei Naturkatastrophen kamen im abgelaufenen Jahr 23.000 Menschen ums Leben, deutlich mehr als im Vorjahr (7.700). Jedoch lag die Zahl der Todesopfer unter dem Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre (54.000).
  • Erstmals wurden in einem Jahr mehr als 1.000 Schadenereignisse registriert, was aber vor allem an der besseren Kommunikation über solche Ereignisse liegen dürfte. Insbesondere in schadenärmeren Jahren wird häufig über viele kleinere Ereignisse berichtet.

Weiterlesen auf

Warum mehr CO2 so wenig Unterschied macht, Teil 1

Der Klimagipfel in Paris ist zu Ende. Alle Länder haben zugesagt, die Welt zu retten und den Temperaturanstieg auf weniger als 2°C zu begrenzen. Nur hat noch niemand genau gesagt, wie. Darum sind leise Zweifel angesagt, gerade weil China und Indien noch ca. 20 Jahre draufsatteln wollen, was den fossilen Verbrauch an fossilen Rohstoffen angeht. Und auch Afrika will an unserem Wohlstand teilhaben. 

Möglicherweise geht es auch ohne die totale Dekarbonisierung. Dr David Evans hat einen grundlegenden Irrtum der bisherigen Klima-Modelle aufgedeckt und die Klimasensitivität des CO2 neu berechnet. Damit würde bei Verdoppelung des CO2 die Globaltemperatur nur um maximal ein halbes Grad ansteigen. Hier seine Pressemitteilung, übersetzt auf Wunsch von Dr Evans von mir.

Mehr Einzelheiten über das neue Modell von Dr Evans kommen in späteren Blogposts.

Warum mehr Kohlendioxid so wenig 
Unterschied macht

Ein Fehler in der Konstruktion der Klimamodelle verändert alles – die eingefangene Energie nimmt einfach einen anderen Weg in den Weltraum.


Diese ist eine Übersetzung der Original-Presssemitteilung von Dr David Evans, zuerst veröffentlich auf siencespeak.com


Dr David Evans, sciencespeak.com, +61 8 9249 3909
10 November 2015
Short version


Dr David Evans war am Aufbau des Kohlendioxid-Nachweissystems für das australische Klimainstitut beteiligt, mit dem Australien die CO2-Veränderungen in seiner Biosphäre abschätzt. Er bekam sechs akademische Grade innerhalb von zehn Jahren, die alle mit angewandter Mathematik und Modellberechnungen in Bezug stehen. Darunter ist auch ein PhD der Stanford University.


Es gibt ernstzunehmende konstruktive Irrtümer im herkömmliche Klimamodell für die Computermodelle des IPCC. Wenn man diese korrigiert, beträgt die berechnete Klima-Sensitivität für Kohlendioxid (CO2) ein Fünftel bis zu einem Zehntel der bisherigen Schätzungen. Weniger als 20% der globalen Erwärmung der vergangenen Jahrzehnte ist auf den angestiegenen Kohlendioxid-Gehalt zurückzuführen.
Ein Anstieg von Kohlendioxid in der Atmosphäre verringert die Wärme, die vom CO2 am oberen Ende der Atmosphäre in das Weltall abgestrahlt wird. (Das entspricht dem Vergleich mit einer dickeren Decke, die dementsprechend weniger Wärme durchlässt.) In der Realität geht die blockierte Wärme einfach einem anderen Weg, indem sie durch Wasserdampf-Moleküle abgestrahlt wird, die diese Energie in der oberen Atmosphäre durch Kollision mit anderen Molekülen aufgenommen haben. In den herkömmlichen Computer-Klimamodellen wird die Wärme auf den Erdboden zurück-reflektiert und wird dort wie zusätzliches einfallendes Sonnenlicht behandelt.
Die Entdeckung dieser neuen Sichtweise wurde kürzlich in mehreren Blogs vorgestellt und hat ausführlicher öffentlicher Kritik standgehalten. Zur Zeit wird sie als eine wissenschaftlichen Arbeit einem Peer-Review unterzogen.
Wie die meisten Wissenschaftler bin ich davon überzeugt, dass Kohlendioxid ein Treibhausgas ist und für einen Teil der globalen Erwärmung verantwortlich ist. Ich stimme auch der Aussage zu, dass der Kohlendioxid-Anteil der Atmosphäre gestiegen ist. Meine abweichende Meinung besteht darin, wieviel Erwärmung dadurch verursacht wird.


Das herkömmliche Klima-Modell

Das herkömmliche Klimamodell, mit dem man die Sensitivität der Erdatmosphäre gegenüber Kohlendioxid errechnet, geht ins Jahr 1896 zurück. Es ist die Grundlage der Theorie der globale Erwärmung durch Kohlendioxid. Es stammt aus der Zeit bevor es Computer-Simulationen gab und ist die vereinfachte Anwendung der physikalischen Grundlagen auf das Klimageschehen.
Ungeachtet der zahlreichen Nicht-Übereinstimmungen zwischen der Theorie und den Klima-Beobachtungen von heute bleiben viele Klimawissenschaftler davon überzeugt, dass der ansteigende Kohlendioxid-Anteil eine gefährliche Erwärmung verursacht und zwar gerade wegen diesem herkömmlichen physikalischen Modells und nicht wegen der großen, undurchschaubaren Computermodelle. Das herkömmliche, alte Modell löste die Besorgnis über den steigenden Kohlendioxid-Gehalt aus. Ohne dieses alte Modell würden wir uns möglicherweise nicht soviel Gedanken machen.
Es besteht kein empirischer Nachweis, dass der ansteigende Kohlestoffdioxid-Anteil die Temperatur der Erdoberfläche so schnell erwärmt wie es der Weltklimarat (IPCC) vorhersagt. Diese Vorhersagen gründen sich alleine auf Berechnungen durch Modelle.

Die Atmosphäre – ein Stausee mit vier Überläufen

Die Wärmeenergie auf der Erde ist wie die Wassermenge in einem Stausee. Es gibt nur einen Zufluss, nämlich Sonnenlicht, das die Erdoberfläche erwärmt hat, also von ihr absorbiert wurde. (Licht, das von Wolken und Eis reflektiert wird, erwärmt die Erde nicht.) Das Wasser fließt aus dem Stausee durch vier Überläufe, von denen jeder eine der Hauptquellen der Wärme-Abstrahlung in das All darstellt.
Wichtig dabei ist, dass die Überläufe nur teilweise gefüllt sind; sie könnten mehr Wasser führen, falls der Wasserstand im Stausee steigen würde. Wenn der Stausee in seinem Gleichgewichtszustand ist, ohne gefüllt oder entleert zu werden, entspricht der Zufluss von der Sonne dem Abfluss durch alle vier Überläufe.


Mehr Sonnenlicht

Wenn das absorbierte Sonnenlicht einen erhöhten Stand erreicht, fließt mehr Wasser in den Stausee und der Wasserstand steigt. Bald darauf stimmt der komplette Abfluss mit dem neuen, erhöhten Zufluss überein (also ein neuer Gleichgewichtszustand), aber es wäre mehr Wasser im Stausee – und dementsprechend mehr Wärme auf der Erde.


Mehr Kohlendioxid

Wenn der Kohlendioxid-Anteil in der Atmosphäre ansteigt, ergibt sich ein ganz anderes Bild. Das entspricht einer teilweisen Drosselung des Wärmeabflusses durch den Kohlendioxid-Überlauf.
Der Zufluss in den Stausee ändert sich nicht. Deshalb bleibt in diesem neuen Gleichgewichtszustand der gesamte Abfluss so wie er war. Der ansteigende Kohlendioxid-Anteil hat zur Folge, dass die Wärme, die ins All abgestrahlt wird, umverteilt wird – weniger durch Kohlendioxid, aber mehr durch die anderen Überläufe.
Wichtig für uns ist jetzt die Erdoberfläche. Wie warm wird sie? Wärmere Gegenstände strahlen mehr Hitze ab, und das ist genau so bei den Abstrahlungs-Quellen der “Überläufe”.
Mehr Energie, die durch den Erdoberflächen-Überlauf abfließt, bedeutet mehr Wärmestrahlung von der Oberfläche ins All.
Deshalb muss die Erdoberfläche wärmer sein, was eine erhöhte “Global-Temperatur” bedeutet, die Durchschnittstemperatur der Luft auf der Oberfläche der Erde, wo wir leben.
Das grundlegende Klima-Modell geht auf das Jahr 1896 zurück, als die Klimadaten unzureichend waren. Während die Rückkopplung auf vermehrtes Sonnenlicht ausschließlich durch laborgestützte Daten geschätzt werden konnte, waren die laborgestützten Prinzipien nicht ausreichend um direkt abzuschätzen, was geschehen würde, wenn die Abstrahlung nur umverteilt würde.
Deshalb wurde ein schicksalhafte Schlussfolgerung angewandt: Die Blockierung eines Überlaufs wurde gleichgesetzt mit einem ansteigenden Zulauf der entsprechenden Menge. Die Wassermenge im Stausee wäre ja in jedem Fall gleich, das erscheint doch logisch – oder nicht?
Das herkömmliche Klimamodell berechnet die Erwärmung der Erdoberfläche durch erhöhten Kohlendioxid-Gehalt so, als ob sie durch mehr absorbiertes Sonnenlicht erwärmt worden wäre. Damit entspricht ein Anstieg von absorbiertem Sonnenlicht der verminderten Wärme-Abstrahlung ins All durch erhöhten CO2-Gehalt.
Dasselbe geschieht dementsprechend in den großen Computer-Klima-Modellen – den Global Computer Models oder kurz GMCs. Während die GMCs eine Zunahme von Sonnenlicht unterschiedlich von einer Zunahme von Kohlendioxid behandeln indem sie viel mehr Faktoren mit einbeziehen, bleiben die Schluss-Resultate ähnlich. Die GMCs wenden hauptsächlich die selben Reaktionen oder Feedbacks auf mehr Kohlendioxid und auf mehr absorbiertes Sonnenlicht an und berechnen eine gleiche Erdoberflächen-Erwärmung
Die GMCs bauen ihre Kalkulation von unten nach oben auf und versuchen alle Möglichkeiten mit einzubeziehen. Sie sind jedoch darauf abgestimmt, die Erwärmung der 1970er bis 1990er Jahre wiederzugeben. Dabei geht man von einer alleinigen Abhängigkeit von erhöhtem Kohlendioxid aus, weil die beobachtete Erwärmungsrate ungefähr der Rate entspricht, die durch das ursprüngliche, alte Klima-Modell errechnet wurde. Die GMCs wurden letztendlich so hingebogen, dass sie mit den ursprünglichen Modell übereinstimmen .
Aber Moment mal! Wie kann eine Umverteilung der Ausflussmengen zwischen den Überläufen gleich sein mit einem erhöhten Wasser-Zufluss in den Stausee? Die Ausflussmenge ist unterschiedlich! Mehr Sonnenlicht erwärmt hauptsächlich die Oberfläche während mehr Kohlendioxid einige Wärme daran hindert, von der oberen Atmosphäre ins all abgestrahlt zu werden – das erscheint doch recht unterschiedlich.
Generationen von Klimawissenschaftlern haben sich eingeredet, das diese Logik stimmt. Was wäre, wenn sie sich getäuscht hätten?
Der Stausee-Vergleich hingegen geht davon aus, dass bei einer leichte Drosselung des Kohlendioxid-Überlaufes das Wasser nur minimal ansteigen und dann bei den anderen Überläufen ausfließen würde. Die Reaktion der Wärme ist es, sich auf andere Kanäle zu verteilen.
Diese Art, das Klima-Problem zu betrachten. ist offensichtlich neu. Die “umverteilende Rückkopplung”, bei der die Atmosphäre auf erhöhtes Kohlendioxid hauptsächlich mit erhöhter Abstrahlung durch Wasserdampf in der oberen Atmosphäre reagiert, wird gegenwärtig als eine wissenschaftliche Arbeit einem Peer-Review unterzogen.
Die “umverteilende Rückkopplung” kann im herkömmlichen Klimamodell gar nicht existieren, weil in diesem Modell eine Rückkopplung nur eine Reaktion auf Oberflächen-Erwärmung sein kann. Die “umverteilende Rückkopplung” liegt in toten Winkel des herkömmlichen Modells.



Klimadaten

Ein alternatives Grund-Modell, das die konstruktiven Irrtümer im herkömmlichen Modell berichtigt, wurde neu entwickelt. Es ermöglicht die Umverteilung des Wärmeabflusses. Anstatt die Erhöhte-Sonnenlicht-Reaktion auf den Einfluss des Kohlendioxids anzuwenden hat es stattdessen eine Reaktion speziell für Kohlendioxid.
Heute sind viel mehr Klima-Daten vorhanden als 1896. Wenn in das das alternative Modell diese aktuellen Daten eingefügt werden, ergibt sich eine viel niedrigere CO2-Sensitivität. Der Weltklimarat hat die Klimasensitivität mit einem Faktor von fünf bis zehn überschätzt. Weniger als 20% der globalen Erwärmung der letzten Jahrzehnte kam vom ansteigenden Kohlendioxid-Anteil.


Zusammenfassung

Dem Anschein nach wurzelt der Alarm über Kohlendioxid in einem Modell-Fehler, der vor langer Zeit entstand, als es nur wenige Klimadaten gab. Der Irrtum besteht darin, dass die Drosselung der von der Erdoberfläche abstrahlenden Wärme durch vermehrtes Kohlendioxid derjenigen durch mehr einstrahlendes Sonnenlicht entspricht. Man braucht keinen Doktor-Titel um zu erkennen, dass das wenig sinnvoll ist.


Übersetzung von Johannes S. Herbst

Warum ein El-Nin(y)o die globale Temperatur erhöht

Vor kurzem kam ich auf die sehr gute Erklärung des El Nin(y)o-Phänomens. Bob Tisdale beschreibt in leicht verständlichem Englisch anhand von 29 Bildtafeln was sich da abspielt. Nach der Lektüre war ich um einiges klüger:

https://bobtisdale.wordpress.com/2014/01/10/an-illustrated-introduction-to-the-basic-processes-that-drive-el-nino-and-la-nina-events/

Für meine geneigten Leser hier ein Versuch, es auf Deutsch zu erklären.


1. Der Normalzustand des Pazifischen Ozeans

Der Pazifische Ozean ist die größte Meeresfläche (mit dem größtenVolumen) der Erde. Er erstreckt sich vom amerikanischen Kontinent bis hin nach Australien fast um den halben Globus - 16.700km - und von Alaska bis zum Südpolarmeer.

Im Westen zwischen Asien, Indonesien und Australien hat der Pazifik die höchste Meerestemperatur der Welt - durchschnittlich 29°C. Darüber ist auch die Luft entsprechend warm. Sie steigt dort in die Höhe und saugt kalte Luft aus dem Osten an - also aus Richtung amerikanischer Kontinent.

Damit haben wir die ständig wehenden Passatwinde, die andauernd von Osten nach Westen wehen. Und zwar in zwei Bahnen: Oberhalb des Äquators von Nordosten nach Westen und unterhalb des Äquators von Südosten nach Westen.
Direkt am Äquator ist es eher still.

Die Passatwinde haben nicht nur den früheren Segelschiffen das Reisen erleichtert, sie bewirken noch viel mehr:

Sie schieben Meerwasser fast 17.000km nach Westen, und zwar so stark, dass bei Australien der Meeresspiegel um einen halben Meter höher liegt als an der amerikanischen Westküste.

Sie schieben die Wolken weg, so dass auf der langen Reise nach Westen die Sonne das Meerwasser andauernd von der Sonne erwärmt werden kann - bis in 100m Tiefe.

Deshalb bildet sich auch das o.g. Wärme-Meer zwischen Australien, Indonesien und Asien. Das warme Wasser wird dort nach unten gedrückt und reicht bis in 300 m Tiefe. 1 m³ Wasser kann 4000 mal soviel Wärme speichern wie 1m³ Luft. Deshalb hat man hier ein riesiges Wärmereservoir, dass die Atmosphäre aufheizen kann. Aber vorerst liegt es ja wie eine Blase im Meer, mit relativ kleiner Oberfläche.

An der amerikanischen Westküste wird durch das ständig nach Westen strömende Wasser ein Sog erzeugt, der kaltes und nährstoffreiches Wasser aus der Ozeantiefe heraufsaugt. Dort bildet sich eine sogenannte kalte Meerwasser-Zunge, die nur 20°C Durchschnittstemperatur hat.

Durch die ständig wehenden Passatwinde ist auch die amerikanische Westküste relativ wolkenarm und daher oft von Trockenheit bedroht.

Bisher ist das Beschriebene der Normalzustand und nicht der El Nino.


2. Wie entsteht nun der El Nino - der Sohn?

Mehrere starke Stürme oder Hurrikane können die Passatwinde unterbrechen.

Im Westen steht das warme Wasser eine halben Meter höher als im Osten - und das will nun zurück, weil kein Wind mehr schiebt. Warmes Wasser beginnt nun nach Osten zum amerikanischen Kontinent zu fließen. Es steigt kein kaltes Wasser mehr vor der Küste auf. Dafür steigt jetzt warmes Wasser aus der Wärmeblase des Wärmemeers zwischen Australien und Asien auf.

Das hat nun viele Folgen:

  • Vor dem amerikanischen Kontinent bildet sich ein Wärmemeer
  • Das emporsteigende und sich verteilende Wasser lässt viel Wasserdampf entstehen
  • Da die Passatwinde fehlen, bilden sich Wolken. 
  • Durch die erhöhte Wärmemenge entstehen auch Gewitter - und die bringen ersehnten Regen in die Trockengebiete.
  • Das aus der Wärmeblase aufsteigende warme Wasser verteilt sich auf der Oberfläche des Pazifischen Ozeans bis hin zur Arktis und zur antarktischen Meer, sowie in den Indischen Ozean. Auch dort erhöht sich die Luftfeuchtigkeit.
  • Die warme Meerwasser-Oberfläche erwärmt wiederum die Luft, welche warme Strömungen und erhöhte Feuchtigkeit an vielen Stellen rund um den Globus erzeugt.
  • Die entweichende Wärmemenge und Feuchtigkeit ist so hoch, dass sich die durchschnittliche Atmosphärentemperatur global um bis zu 0,4°C erhöht. Das ist auch die Antwort auf die Frage, warum der El Nino die globale Temperatur erhöht.
Das ist jetzt der El Nino, und der findet meistens im Dezember und Januar statt. Die Luftströmungen um den Globus dauern noch einige Monate an. Deshalb steigt meist die Globaltemperatur noch einige Monate an. Der El Nino findet nicht regelmäßig statt. Er tritt in Abständen von ca. 1-10 Jahren auf. 


3. Und nun folgt noch La Nina - die Tochter

Manche meinen La Nina wäre das Gegenteil vom El Nino. Doch das stimmt so nicht.

La Nina ist vielmehr der anfangs beschriebene Normalzustand des Pazifiks - in extrastarker Ausführung.

Nach der Entladung und Verteilung der Wärmemenge vor dem amerikanischen Kontinent kann nun wieder Luft zu dem noch immer wärmeren Wärmemeer zwischen Australien und Asien fließen - die Passatwinde beginnen wieder zu wehen - und zwar stark. 

Da der halbe Meter Höhenunterschied fehlt, fließt jetzt besonders viel Wasser nach Westen. Es wird besonders viel kaltes Wasser aus den Ozeantiefen heraufgesaugt. Die Kältezunge vor der amerikanischen Küste ist viel größer als normal. Diese kalte Wasseroberfläche nimmt viel Energie aus der Atmosphäre auf. Überall auf dem Globus gibt es jetzt viele kalte Luftströmungen - die Globaltemperatur sinkt.

Wenn sich die Wärmeblase im Wärmemeer zwischen Australien, Indonesien und Asien wieder aufgeladen hat, kehrt der Pazifik wieder zu seinem Normalzustand zurück:
  • Wasserstand im Westen einen halben Meter höher als im Osten
  • Ständige Passatwinde von Osten nach Westen
  • Kaum Wolken, Sonne heizt das Wasser in bis zu 100m Tiefe auf.
  • Wärmemeer im Westen mit Wärmeblase bis zu 300m tief.
  • Kaltwasserzunge vor den Tropen des amerikanischen Kontinents.

Noch einiges gibt es zu beachten:

Es gibt schwache und starke El Ninos und schwache und starke La Ninas. Nach schwachen El Ninos kann es starke La Ninas geben und umgekehrt. Manchmal bleiben La Ninas nach El Ninos aus. Dann bleibt die Temperatur länger in der Atmosphäre. 

Das jetzige hohe Temperaturniveau könnte auch zu einem Teil eine Folge von mehreren starken El Ninos mit nachfolgenden schwachen oder fehlenden La Ninas sein. Auf jeden Fall sind El Ninos mächtige Wetterereignisse, die das Globalklima für Monate oder länger beeinflussen.


Temperatur-Betrachtungen, Teil 1, Einleitung

Dem interessierten Laien zeigen sich die unterschiedlichsten Temperaturkurven, wenn er sich erst einmal näher mit dem Thema Klimawandel beschäftigt. Wie sind diese entstanden, wie zuverlässig sind sie und was sagen sie aus?

In loser Folge werden wir einen Einblick in die Welt der Temperaturkurven nehmen.

Wir wollen uns zuerst einmal ein Überblick verschaffen, um uns dann die einzelnen Kurven und Graphen etwas näher anzuschauen.

Folgende Abbildung dürfte bei vielen das Interesse an diesem Thema erhöhen:

Quelle: http://images.remss.com/msu/msu_data_monthly.html

Diese Abbildung stammt von der Website von RSS, den Remote Sensing Systems, einem anerkannten US-amerikanischen Institut, das Temperaturdatensätze aus Satellitendaten herstellt. Der Leiter, Dr Mears, ist übrigens ein Anhänger der menschengemachten Klimaerwärmung.

Die Karte zeigt, wo auf der Welt es innerhalb von 37 Jahren, also von 1979 bis heute, um wieviel Grad wärmer oder kälter geworden ist. Die Antarktis, also die Südpol-Region wird dabei nicht berücksichtigt - sie wird weiß dargestellt.

Die Karte zeigt eine deutliche Erwärmung der nördlichen und polaren Gegenden von bis zu 0.6°C, während die Erwärmung im Süden niedrig ausgefallen ist und es teilweise sogar eine leichte Abkühlung gab. Auch die Himalaya-Region oberhalb der indischen Halbinsel zeigt teilweise ein leichte Abkühlung.

Noch etwas Interessantes: Gebiete des Himalaya und der Anden zeigen einen weißen Fleck - sie liegen zu hoch für den Messbereich "untere Troposphäre mit Schwerpunkt auf 0 bis ca. 4000 Meter Höhe".

Die Kurve rechts zeigt die Verteilung der Temperaturerhöhung von Süden nach Norden. 0°C im südlichen Meer, 0,1°C in den Tropen, 0.2-0.3°C in unseren gemäßigten Breiten, und bis zu 0.5°C im Nordpolarmeer. Im Schnitt liegt die Erhöhung der weltweiten Durchschnittstemperatur bei ca. 0,3°C in 37 Jahren.

Vielleicht fällt dabei dem einen oder anderen Leser die Ausdehnung des Meereises ein. Hier ein Graph von woodfortrees.org;

http://www.woodfortrees.org/plot/nsidc-seaice-n/mean:13/plot/nsidc-seaice-s/mean:13



Während die Meereisbedeckung um den Südpol herum zugenommen hat, ist sie am Nordpol zurückgegangen. Das stimmt mit  der ersten Abbildung der globalen Temperaturverteilung überein.

Im nächsten Teil verschaffen wir uns darüber einen Überblick, welche Arten von Temperaturaufzeichnungen es gibt.

2015 wird wahrscheinlich das drittwärmste Jahr seit Beginn der Temperaturmessungen.

Inzwischen gibt es die globalen UAH-Daten für November. Für ganz 2015 brauchen wir noch den Dezember. Sehen wir uns die rote Linie an, sieht man den Jahres-Durchschnitt. Das El-Nino-Jahr 1998 war eindeutig das wärmste. Darauf folgt das El-Nino-Jahr 2010. Voraussichtlich wird 2015 den dritten Platz einnehmen.

UAH_LT_1979_thru_November_2015_v6
Es gibt auch andere Temperaturreihen, die nach statistischer Bearbeitung einen steigenden Trend anzeigen. Aber von einem beschleunigten Anstieg ist auch hier nichts zu sehen. Für Deutschland wird aber 2015 das wärmste Jahr überhaupt - nach Daten der Deutschen Wetterdienstes, nicht statistisch bearbeitet. Das liegt aber nicht am Klima, sondern am hiesigen Wetter.

Als Fazit könnte man sagen: Global liegen die Temperaturen seit mehr als 15 Jahren auf einem hohen Niveau - aber es geht seitdem nicht mehr aufwärts.

Die Ziele des Klimagipfels (die globale Erwärmung nicht über 1,5°C bis 2°C ansteigen lassen) wird man also leicht einhalten können - außer es wird wieder heißer.


2 Meter Meeresspiegel-Anstieg bis 2100?

Wenn es so weitergeht wie bisher, dann eher nicht. Seit mehreren 100 Jahren haben wir einen Anstieg von ca. 3mm pro Jahr, das sind 30 cm in 100 Jahren.

Damit wir noch zu unseren 2 Metern kommen, müsste sich der Anstieg jedes Jahr um 3,7% erhöhen. Im letzten Jahr wäre das dann ein Anstieg von 8 cm pro Jahr, also 27x so schnell wie heute.

Wahrscheinlich aber eher nicht.



Quelle:

https://cdnsurfacetemps.files.wordpress.com/2013/06/new-york-sea-level.jpg?w=876

Der Ozeanologe Nils-Axel Mörner geht sogar nur von einem momentanen weltweiten Anstieg von 1mm pro Jahr aus.

http://www.eike-klima-energie.eu/uploads/media/Sea_Level_Rise_kl.pdf

Laut der vorhanden Daten ergibt sich kein beschleunigter Anstieg des Meeresspiegels.

Sonntag, 3. Januar 2016

Klima-wissenschaftlich arbeiten für Laien

Esst mehr Mist - Milliarden von Fliegen können sich nicht irren.
Sponti-Spruch


Manchmal könnte man meinen, dass wissenschaftlich arbeiten nur etwas für Akademiker ist, und dass es um so zuverlässiger ist, wenn diejenigen einen Doktor- oder gar Professorentitel haben. Noch wissenschaftlicher wäre es dann, wenn möglichst viele mit diesen Titeln von einen bestimmten Sachverhalt überzeugt sind.

Das deutet sich auch in der Aussagen u.a. von Barak Obama an: 97% aller Wissenschafter sind von der menschengemachten Klimaerwärmung durch CO2-Ausstoß überzeugt. Die hohe Prozentzahl deutet hierbei den Anschein höchstmöglicher Wahrheit an.

Aber stimmt das so? In der Wissenschaft gab es schon oft Aussagen die von der Mehrheit als wahr angenommen wurden, aber sich als falsch herausgestellt haben. Es waren Aussagen wie:

  • Die Planeten kreisen um die Erde
  • Die Kontinente verschieben sich nicht
  • Fett macht fett
  • Magengeschwüre kommen von Übersäuerung
  • usw. etc.
die als Wahrheit gehandelt wurden, aber  - nach langem zähen Ringen - als falsch erkannt wurden. 

In Wirklichkeit können Einzelne recht haben und die Mehrheit sich irren. Auch Laien können die Wahrheit erkannt haben, während Akademiker sich irren.

Wissenschaftlich arbeiten und argumentieren ist kein Privileg von Akademikern. Es ist vielmehr recht einfach. Es werden Fakten gesammelt, und daraus wird eine Theorie abgeleitet.

Kausalität und Korrelation

Zum Aufstellen einer Theorie darf man jedoch Korrelation (Übereinstimmung) und Kausalität (Verursachung) nicht verwechseln. Das Verschwinden der Störche in Deutschland korreliert mit dem Sinken der Geburtenzahlen bei Menschen. Das ist jedoch kein Beweis dafür, dass der Klapperstorch die Kinder bringt.

Ob eine Beobachtung mit einer anderen zusammenhängt, kann oft erst nach sehr langer und umfangreicher Beobachtung bewiesen werden. Eine Theorie gilt aber immer nur solange, bis sie widerlegt oder falsifiziert ist.


Die Theorie der durch CO2 menschengemachten Klimaerwärmung sieht so aus:

CO2 nimmt von der Erde abgestrahlte Wärmestrahlung auf und strahlt sie teilweise zurück. Dadurch wird die Atmosphäre etwas wärmer. Mehr CO2 macht die Erde viel wärmer. Die Erwärmung wird letztendlich so stark, dass sie katastrophale Folgen für Menschen und Umwelt haben.

Diese Theorie wurde in den siebziger Jahren von mehreren Wissenschaftlern vertreten, nachdem gleichzeitig ein Ansteigen des von Menschen erzeugten CO2 und der Globaltemperatur beobachtet wurde. von 1974 bis 1984, also in nur 10 Jahren waren das 0,4°C, also ein Anstieg von 4 Grad pro Jahrhundert.


1988, also ca. ein Jahrzehnt nach dem ersten Wahrnehmen dieser Beobachtung, waren soviel Wissenschaftler davon überzeugt, dass die UNO dem Weltklimarat IPCC gründete. Er sollte diesen Anstieg erforschen und Gegenmaßnahmen entwickeln. CO2 und Globaltemperaturen stiegen bis 2002 weiter an. Fast 30 Jahre lang ein Anstieg, die Theorie schien also endgültig bewiesen.


Damit schien die Theorie endgültig bewiesen. Nur war der Anstieg weniger: 0.6°C in 30 Jahren, also 2 Grad in 100 Jahren.

***


Nur gilt eine Theorie immer nur solange, wie sie nicht widerlegt worden ist. Die Widerlegung ist inzwischen erfolgt, denn seit 2002 ist die Globaltemperatur nicht mehr entsprechend dem CO2-Anteil angestiegen. Interessanterweise ist sie sogar etwas abgesunken.


http://www.woodfortrees.org/plot/hadcrut3vgl/from:1960/plot/hadcrut3vgl/from:1974/to:2002/trend/plot/hadcrut3vgl/from:2002/trend/plot/esrl-co2/from:1974/normalise/offset:0.6


Die Theorie, dass beschleunigt ansteigendes CO2 die Globaltemperatur beschleunigt ansteigen lässt, so wie es im letzten Viertel des vorigen Jahrhunderts zu beobachten war, ist falsifiziert.

Damit endet die wissenschaftliche Diskussion. Könnte man meinen.

Doch nun folgte in den Medien eine nicht endende Aufzählung von Folgen des Klimawandels. Sterbende Eisbären, schmelzende Pole und Gletscher, versinkende Südseeinseln. Extreme Dürren, Überschwemmungen und Stürme. Und Computer weissagen, dass in Zukunft noch alles viel schlimmer wird.


Hallooo!

Seit 2002 steigt die Globaltemperatur nicht mehr, sie sinkt sogar leicht. Und die Korrelation mit dem CO2, die bis 2002 vorhanden war, ist nicht mehr vorhanden. Also hat das CO2 auch nicht die Kausalität. Oder die Klimaschwankungen haben nicht mit dem CO2 zu tun - oder nicht so viel wie man annimmt. Oder: Es scheint zumindest noch andere Faktoren zu geben, die die globale Temperatur steuern, und zwar so weit, dass in kurzer Zeit aus einem starken Anstieg ein schwacher Abfall der Globaltemperaturen wird - bei leicht beschleunigtem CO2-Anstieg.

Selbst wenn all die katastrophalen Dinge oben auftreten würden: Es läge nicht am CO, denn die Temperatur steigt seit 2002 nicht mehr an - und unter keinen Umständen im Zusammenhang mit dem CO2.

Schaut man sich die Aussagen über die angeblichen Folgen des Klimawandels an, dann sieht man, dass sich die Eisbären vermehrt haben und fett geworden sind, der Meeresspiegel genauso schnell oder langsam steigt wie seit Hunderten von Jahren, die Südseeinseln nicht versinken und die Pole nicht abschmelzen. Nur manche Alpengletscher schrumpfen - wobei Wälder und ab und zu ein Ötzi zum Vorschein kommen. Also war es da schon mal so warm oder wärmer wie heute.

Egal, was 97% aller Wissenschaftler glauben - die Theorie der durch das vom Menschen ausgestoßenen CO2 verursachten Klimaerwärmung ist tot. Stimmt nicht. Zumindest nicht nach wissenschaftlichen Grundsätzen.

Aaaber: Es gibt andere Gesetzmäßigkeiten, die unwissenschaftliche Theorien am Leben erhalten. Die liegen eher im Bereich der Psychologie und Soziologie.

1. 2002 wusste noch niemand, dass die Temperatur nicht mehr ansteigen würde. Die Globaltemperatur hat so ihre Schwankungen, wie man in den Graphen sieht. Heute, 14 Jahre danach ist es eindeutig. Aber die Menschen haben nun 40 Jahre vom erwärmten Klima und dessen Folgen gehört. In der Schule, von den Medien, von den Politikern. Mehr als eine ganze Generation wurde so geprägt. Die Klimaerwärmung ist ein Teil unserer Kultur geworden - so wie auch Religion ein Teil unserer Kultur ist.

2. Die Klimakatastrophe wurde zur Klimaerwärmung und von dort aus zum Klimawandel. Nun braucht man gar keine alarmierende Klimaerwärmung mehr. Es muss nicht einmal mehr wärmer werden. Das Klima ist extrem geworden - mal warm mal kalt. Mal nass, mal trocken. Mal Flaute, mal Sturm. Okay, das war schon immer so. Aber heute sind wir Menschen daran schuld - und wir können das nur noch ändern, wenn wir CO2 vermeiden.

3. Wenn man etwas oft genug gehört hat, dann braucht man die Logik nicht mehr. Wer genügend oft etwas gehört hat, der glaubt des einfach. Er hat es gelernt und es ist ein Teil seines Gehirns geworden. Es ist eine Glaubensgrundlage seines Lebens geworden.

4. Es wurden Klimaräte und Klimainstitute gegründet. Viele wissenschaftliche Arbeiten wurden nur noch gefördert, wenn sie etwas mit dem Klima zu tun haben. Wer den menschengemachten Klimawandel nicht ernst nimmt, der kann kein guter Mensch sein. Er wird von Kapitalisten und der Ölindustrie dafür bezahlt dass er den Klimawandel leugnet. Und wenn solche Klimaleugner verhindern wollen, dass die Welt vom Untergang gerettet wird, dann sollte ihnen der Mund verboten werden - und sie hart bestraft werden.

5. Kein ernstzunehmender Wissenschaftler, kein Medienmensch und kein Politiker, der Karriere machen will, kann etwas gegen den Klimawandel sagen. Er würde nicht weit kommen. Erst wenn sie mal pensioniert sind, sagt der eine oder andere was, denn die Rente ist ja sicher - zumindest jetzt noch. Aber in dem Alter hat man ja nicht mehr alle Tassen im Schrank - und man wird nicht ernst genommen. 


Okay - jetzt mal tief Luft holen und wiederholen: Die Globaltemperatur und der CO2-Gehalt stehen in keinem Zusammenhang. Die Theorie von der menschengemachten Klimerwärmung durch CO2-Ausstoß ist wiederlegt - und somit tot. Quod erat demonstrandum.


Wirklich? Nicht wirklich. Und sie erwärmt sich doch!, wie es in einer Broschüre des Umweltbundesamtes steht.


Denn siehe da - der aktuelle Chart der US-Amerikanischen Klimabehörde NOAA zeigt was ganz anderes an.




Dieser Graph zeigt, dass die Globaltemperatur exakt mit der CO2-Konzentration steigt. Wer hat denn nun recht? Der NOAA - Graph hat einige künstlerische Freiheiten benutzt. 
  • Relativ ungenaue CO2-Messungen aus Eisbohrkernen vom Südpol wurden mit realen Messungen ab 1957 vom Äquator  (Hawaii) kombiniert.
  • Die Temperaturen werden nicht als Kurve dargestellt, sondern als Balken, und zwar kühlen (blau) und heißen (rot) Jahren. Damit lässt sich der Temperatur-Graph optisch nur schlecht mit dem CO2-Graphen vergleichen.
  • Der Graph überstreicht eine relativ lange Zeit, in der erst seit ca. 1950 von Menschen nenneswert CO2 freigesetzt wurde.
  • Der CO2-Graph stimmt oft nicht nicht mit dem Temperatur-Graph überein. Er wurde so gelegt, dass das hintere Ende mit dem Temperaturanstieg übereinstimmt.
  • Der Graph geht nur bis 2009 - es fehlt also die Hälfte des Temperaturstillstandes.
  • Trotz allem sieht man dass es die Letzten 10 Jahre mit der Temperatur nicht so richtig aufwärtsging.
  • Und dann wurden die Temperaturen noch statistisch überarbeitet.
Die Temperaturkurven werden aus täglichen Messungen von vielen tausenden Thermometer-Stationen rund um den Globus ermittelt, sowie von Meeresbojen und Schiffen, die kreuz oder Quer über die Meere schippern. Früher wurde ein Eimer Meerwasser rausgeholt und ein Thermometer reingetaucht, heute hängt einer im Kühlwassereinlass für die Schiffsmotoren. Diese Einlässe könnten durch die Schiffswärme etwas wärmer sein als das Wasser im Eimer.

Die Überarbeitung der Rohtemperaturdaten moderner Graphen geschieht ungefähr so, dass aus Qualitätgründen alle Wetterstationen mit von der Umgebung abweichenden Daten mit dem Computer ermittelt werden (das kann ja nicht sein, dass es irgendwo ein paar hundert km im Umkreis ein paar Grad kühler oder kälter sein kann) und korrigiert sie. Interessanterweise so, dass es auf dem Papier früher kühler wurde und heute heißer. Damit kriegt man auch einen ordentlichen Temperaturansteig hin.

In vielen Gegenden der Welt gibt es gar keine Wetterstationen und auch Schiffe kommen da kaum hin. Z.B. am Nordpol. Nun teilt man den ganzen Globus in Kästchen ein. Hat ein Kästchen keine Temperatur-Stationen, dann nimmt man die von den Nachbarkästchen - bis zu 1250 km entfernt. Da es am Nordpol nix gibt, nimmt man die Temperaturen von ringsum. Also Alaska, Kanada, Grönland Skandinavien und Sibirien. Da es dort wärmer ist, erscheint auch der Nordpol wärmer. Am Schluss wird aus allen Kästchen der Durchschnittswert errechnet - der etwas anders ist als die vor Ort ermittelten Thermometer-Daten.

Ein jüngster Vergleich der Rohdaten von zuverlässigen US-Amerikanischen Wetterstationen mit den überarbeiteten US-Daten zeigte einen doppelt so hohen Temperaturanstieg in 100 Jahren.

Hier zeigt sich auch eine weitere Gesetzmäßigkeit, was geglaubte Wahrheiten betrifft: Ist erst einmal eine Wahrheit etabliert, dann gibt es immer jemanden, der diese Wahrheit auch beweist. Es ist jedenfalls kaum vorstellbar, dass ein Klimainstitut nach 30 Jahren zugibt: "Wir haben 30 Jahre auf das falsche Pferd (die falsche Theorie) gesetzt und Millionen von Steuergeldern verplempert. Sorry."

Wenn, dann macht man das ganz vorsichtig. Man bemerkt ganz nebenher, dass es auch anders kommen könnte und man verlegt Vorhersagen in eine Zeit, in der einem niemand mehr was am Kittel flicken kann, weil man da schon sanft ruht.

***

Wir haben nun schon mitgekriegt, dass die Graphen von Öberflächen-Temperaturen nicht ganz so zuverlässig sind. Auch die obigen Graphen HADCRUT3 sind Land-und Meeresoberflächen-Kurven. Nur nicht so stark überarbeitet wie "moderne", also recht annehmbar.

Doch wie kann man den ganzen Globus gleichmäßig messen? Mit Satelliten ab 1979. NASA-Satelliten haben Messinstrumente, die die Wärmestrahlung der Lufthülle mit der Hintergrundstrahlung des Weltalls vergleichen. Nach einigen Fehlschlägen lassen sich die Temperaturen jetzt weltweit zuverlässig ermitteln - auch über den Polen und Meeren - und ohne Verfälschung durch warme Großstädte. Als Referenzen werden dazu Wetterballons herangezogen, die mit Radiosonden die Temperaturen ermitteln. Auf 800 Stationen werden täglich zweimal die Ballone gestartet, die dann Temperaturen und andere Wetterdaten ermitteln. Die so ermittelten Temperaturkurven sind den Satellitendatensehr ähnlich.

Hier noch einmal ein Vergleich:



Die lila CO2-Kurve stimmt bis 2002 mit allen Temperaturkurven recht gut überein.

Die rote gute alte Hadcrut3 (Oberflächen-Stationen) und die grüne RSS (Satelliten) zeigen bei 2002 den deutlichen Temperatur-Knick.

Die blaue modern überarbeitete Gisstemp (Oberflächen-Stationen) von der NASA zeigt den Versuch, den Erwärmungsstopp zu korrigieren, aber auch hier ist ein Knick bei 2002 zu sehen. Sogar hier hat die Temperatur an Fahrt verloren und die Übereinstimmung mit dem CO2-Anstieg ist verloren gegangen. Man sieht keinen beschleunigten Temperaturanstieg, sondern einen abflachenden bzw fallenden.

Also: Durch die Entkoppelung von Temperatur-Anstieg und CO2-Anstieg ist die Theorie der menschengemachten Klimaerwärmung durch CO2 widerlegt worden.

So. Sind nun alle überzeugt? Pustekuchen. Ein echter Anhänger der Katastrophe gibt nicht so leicht auf.

Da nun das CO2 da ist, das ja mehr Wärme auf die Welt bringen soll, muss die Wärme ja irgendwohin gegangen sein. Es gibt inzwischen schon über 50 Thesen, wohin. Die gängigste ist, dass sie im Meer verschwunden ist, wo es am tiefsten ist und es keiner messen kann. Und dort sammelt sie sich an und irgendwann bricht sie dann mit Macht heraus und es gibt sie wirklich, die wahre Klima-Katastrophe. 

Das ist nun mal eine Theorie ohne Beweis. Diese Rettungstheorie soll die erste retten. Doch was sagt uns die Logik? Keine Erwärmung, keine Erwärmungsfolgen.

Die Medien- und Politikbotschaft lautet: Die Temperatur steig weiter an und wir müssen etwas unternehmen, denn die Folgen des Klimawandels erleben wir täglich!

Was nun!? CO2 steigt weiter an, Temperatur bleibt ungefähr gleich, aber die Zeichen der Erwärmung sieht man überall. Wahrscheinlich übt die Wärme im tiefsten Ozean eine magische Wirkung auf die Welt oder ihr Klima. Oder Das CO2 in der Luft hat irgendwelche esoterischen Wirkungen auf unser Klima, genauso als ob es wärmer geworden wäre - ohne dass es wärmer geworden ist. Womit wir endgültig im Bereich des Übersinnlichen angekommen sind.

Aber wir hören doch immer wieder, dass jedes Jahr wärmer wird als das vorherige. Wenn das die Medien laufend bringen, dann muss das doch stimmen.

Doch, es stimmt. Wenn man die mit modernen statistischen Methoden überarbeiteten Temperaturkurven nimmt. Aber selbst dann liegt man nur hundertstel Grad über dem Vorjahr. Kein Drama. Keine Katastrophe. Die menschengemachte Klimakatastrophe ist immer noch widerlegt.

Doch wer den wahren Glauben hat, den wird auch das nicht überzeugt haben.