Sonntag, 3. Januar 2016

Klima-wissenschaftlich arbeiten für Laien

Esst mehr Mist - Milliarden von Fliegen können sich nicht irren.
Sponti-Spruch


Manchmal könnte man meinen, dass wissenschaftlich arbeiten nur etwas für Akademiker ist, und dass es um so zuverlässiger ist, wenn diejenigen einen Doktor- oder gar Professorentitel haben. Noch wissenschaftlicher wäre es dann, wenn möglichst viele mit diesen Titeln von einen bestimmten Sachverhalt überzeugt sind.

Das deutet sich auch in der Aussagen u.a. von Barak Obama an: 97% aller Wissenschafter sind von der menschengemachten Klimaerwärmung durch CO2-Ausstoß überzeugt. Die hohe Prozentzahl deutet hierbei den Anschein höchstmöglicher Wahrheit an.

Aber stimmt das so? In der Wissenschaft gab es schon oft Aussagen die von der Mehrheit als wahr angenommen wurden, aber sich als falsch herausgestellt haben. Es waren Aussagen wie:

  • Die Planeten kreisen um die Erde
  • Die Kontinente verschieben sich nicht
  • Fett macht fett
  • Magengeschwüre kommen von Übersäuerung
  • usw. etc.
die als Wahrheit gehandelt wurden, aber  - nach langem zähen Ringen - als falsch erkannt wurden. 

In Wirklichkeit können Einzelne recht haben und die Mehrheit sich irren. Auch Laien können die Wahrheit erkannt haben, während Akademiker sich irren.

Wissenschaftlich arbeiten und argumentieren ist kein Privileg von Akademikern. Es ist vielmehr recht einfach. Es werden Fakten gesammelt, und daraus wird eine Theorie abgeleitet.

Kausalität und Korrelation

Zum Aufstellen einer Theorie darf man jedoch Korrelation (Übereinstimmung) und Kausalität (Verursachung) nicht verwechseln. Das Verschwinden der Störche in Deutschland korreliert mit dem Sinken der Geburtenzahlen bei Menschen. Das ist jedoch kein Beweis dafür, dass der Klapperstorch die Kinder bringt.

Ob eine Beobachtung mit einer anderen zusammenhängt, kann oft erst nach sehr langer und umfangreicher Beobachtung bewiesen werden. Eine Theorie gilt aber immer nur solange, bis sie widerlegt oder falsifiziert ist.


Die Theorie der durch CO2 menschengemachten Klimaerwärmung sieht so aus:

CO2 nimmt von der Erde abgestrahlte Wärmestrahlung auf und strahlt sie teilweise zurück. Dadurch wird die Atmosphäre etwas wärmer. Mehr CO2 macht die Erde viel wärmer. Die Erwärmung wird letztendlich so stark, dass sie katastrophale Folgen für Menschen und Umwelt haben.

Diese Theorie wurde in den siebziger Jahren von mehreren Wissenschaftlern vertreten, nachdem gleichzeitig ein Ansteigen des von Menschen erzeugten CO2 und der Globaltemperatur beobachtet wurde. von 1974 bis 1984, also in nur 10 Jahren waren das 0,4°C, also ein Anstieg von 4 Grad pro Jahrhundert.


1988, also ca. ein Jahrzehnt nach dem ersten Wahrnehmen dieser Beobachtung, waren soviel Wissenschaftler davon überzeugt, dass die UNO dem Weltklimarat IPCC gründete. Er sollte diesen Anstieg erforschen und Gegenmaßnahmen entwickeln. CO2 und Globaltemperaturen stiegen bis 2002 weiter an. Fast 30 Jahre lang ein Anstieg, die Theorie schien also endgültig bewiesen.


Damit schien die Theorie endgültig bewiesen. Nur war der Anstieg weniger: 0.6°C in 30 Jahren, also 2 Grad in 100 Jahren.

***


Nur gilt eine Theorie immer nur solange, wie sie nicht widerlegt worden ist. Die Widerlegung ist inzwischen erfolgt, denn seit 2002 ist die Globaltemperatur nicht mehr entsprechend dem CO2-Anteil angestiegen. Interessanterweise ist sie sogar etwas abgesunken.


http://www.woodfortrees.org/plot/hadcrut3vgl/from:1960/plot/hadcrut3vgl/from:1974/to:2002/trend/plot/hadcrut3vgl/from:2002/trend/plot/esrl-co2/from:1974/normalise/offset:0.6


Die Theorie, dass beschleunigt ansteigendes CO2 die Globaltemperatur beschleunigt ansteigen lässt, so wie es im letzten Viertel des vorigen Jahrhunderts zu beobachten war, ist falsifiziert.

Damit endet die wissenschaftliche Diskussion. Könnte man meinen.

Doch nun folgte in den Medien eine nicht endende Aufzählung von Folgen des Klimawandels. Sterbende Eisbären, schmelzende Pole und Gletscher, versinkende Südseeinseln. Extreme Dürren, Überschwemmungen und Stürme. Und Computer weissagen, dass in Zukunft noch alles viel schlimmer wird.


Hallooo!

Seit 2002 steigt die Globaltemperatur nicht mehr, sie sinkt sogar leicht. Und die Korrelation mit dem CO2, die bis 2002 vorhanden war, ist nicht mehr vorhanden. Also hat das CO2 auch nicht die Kausalität. Oder die Klimaschwankungen haben nicht mit dem CO2 zu tun - oder nicht so viel wie man annimmt. Oder: Es scheint zumindest noch andere Faktoren zu geben, die die globale Temperatur steuern, und zwar so weit, dass in kurzer Zeit aus einem starken Anstieg ein schwacher Abfall der Globaltemperaturen wird - bei leicht beschleunigtem CO2-Anstieg.

Selbst wenn all die katastrophalen Dinge oben auftreten würden: Es läge nicht am CO, denn die Temperatur steigt seit 2002 nicht mehr an - und unter keinen Umständen im Zusammenhang mit dem CO2.

Schaut man sich die Aussagen über die angeblichen Folgen des Klimawandels an, dann sieht man, dass sich die Eisbären vermehrt haben und fett geworden sind, der Meeresspiegel genauso schnell oder langsam steigt wie seit Hunderten von Jahren, die Südseeinseln nicht versinken und die Pole nicht abschmelzen. Nur manche Alpengletscher schrumpfen - wobei Wälder und ab und zu ein Ötzi zum Vorschein kommen. Also war es da schon mal so warm oder wärmer wie heute.

Egal, was 97% aller Wissenschaftler glauben - die Theorie der durch das vom Menschen ausgestoßenen CO2 verursachten Klimaerwärmung ist tot. Stimmt nicht. Zumindest nicht nach wissenschaftlichen Grundsätzen.

Aaaber: Es gibt andere Gesetzmäßigkeiten, die unwissenschaftliche Theorien am Leben erhalten. Die liegen eher im Bereich der Psychologie und Soziologie.

1. 2002 wusste noch niemand, dass die Temperatur nicht mehr ansteigen würde. Die Globaltemperatur hat so ihre Schwankungen, wie man in den Graphen sieht. Heute, 14 Jahre danach ist es eindeutig. Aber die Menschen haben nun 40 Jahre vom erwärmten Klima und dessen Folgen gehört. In der Schule, von den Medien, von den Politikern. Mehr als eine ganze Generation wurde so geprägt. Die Klimaerwärmung ist ein Teil unserer Kultur geworden - so wie auch Religion ein Teil unserer Kultur ist.

2. Die Klimakatastrophe wurde zur Klimaerwärmung und von dort aus zum Klimawandel. Nun braucht man gar keine alarmierende Klimaerwärmung mehr. Es muss nicht einmal mehr wärmer werden. Das Klima ist extrem geworden - mal warm mal kalt. Mal nass, mal trocken. Mal Flaute, mal Sturm. Okay, das war schon immer so. Aber heute sind wir Menschen daran schuld - und wir können das nur noch ändern, wenn wir CO2 vermeiden.

3. Wenn man etwas oft genug gehört hat, dann braucht man die Logik nicht mehr. Wer genügend oft etwas gehört hat, der glaubt des einfach. Er hat es gelernt und es ist ein Teil seines Gehirns geworden. Es ist eine Glaubensgrundlage seines Lebens geworden.

4. Es wurden Klimaräte und Klimainstitute gegründet. Viele wissenschaftliche Arbeiten wurden nur noch gefördert, wenn sie etwas mit dem Klima zu tun haben. Wer den menschengemachten Klimawandel nicht ernst nimmt, der kann kein guter Mensch sein. Er wird von Kapitalisten und der Ölindustrie dafür bezahlt dass er den Klimawandel leugnet. Und wenn solche Klimaleugner verhindern wollen, dass die Welt vom Untergang gerettet wird, dann sollte ihnen der Mund verboten werden - und sie hart bestraft werden.

5. Kein ernstzunehmender Wissenschaftler, kein Medienmensch und kein Politiker, der Karriere machen will, kann etwas gegen den Klimawandel sagen. Er würde nicht weit kommen. Erst wenn sie mal pensioniert sind, sagt der eine oder andere was, denn die Rente ist ja sicher - zumindest jetzt noch. Aber in dem Alter hat man ja nicht mehr alle Tassen im Schrank - und man wird nicht ernst genommen. 


Okay - jetzt mal tief Luft holen und wiederholen: Die Globaltemperatur und der CO2-Gehalt stehen in keinem Zusammenhang. Die Theorie von der menschengemachten Klimerwärmung durch CO2-Ausstoß ist wiederlegt - und somit tot. Quod erat demonstrandum.


Wirklich? Nicht wirklich. Und sie erwärmt sich doch!, wie es in einer Broschüre des Umweltbundesamtes steht.


Denn siehe da - der aktuelle Chart der US-Amerikanischen Klimabehörde NOAA zeigt was ganz anderes an.




Dieser Graph zeigt, dass die Globaltemperatur exakt mit der CO2-Konzentration steigt. Wer hat denn nun recht? Der NOAA - Graph hat einige künstlerische Freiheiten benutzt. 
  • Relativ ungenaue CO2-Messungen aus Eisbohrkernen vom Südpol wurden mit realen Messungen ab 1957 vom Äquator  (Hawaii) kombiniert.
  • Die Temperaturen werden nicht als Kurve dargestellt, sondern als Balken, und zwar kühlen (blau) und heißen (rot) Jahren. Damit lässt sich der Temperatur-Graph optisch nur schlecht mit dem CO2-Graphen vergleichen.
  • Der Graph überstreicht eine relativ lange Zeit, in der erst seit ca. 1950 von Menschen nenneswert CO2 freigesetzt wurde.
  • Der CO2-Graph stimmt oft nicht nicht mit dem Temperatur-Graph überein. Er wurde so gelegt, dass das hintere Ende mit dem Temperaturanstieg übereinstimmt.
  • Der Graph geht nur bis 2009 - es fehlt also die Hälfte des Temperaturstillstandes.
  • Trotz allem sieht man dass es die Letzten 10 Jahre mit der Temperatur nicht so richtig aufwärtsging.
  • Und dann wurden die Temperaturen noch statistisch überarbeitet.
Die Temperaturkurven werden aus täglichen Messungen von vielen tausenden Thermometer-Stationen rund um den Globus ermittelt, sowie von Meeresbojen und Schiffen, die kreuz oder Quer über die Meere schippern. Früher wurde ein Eimer Meerwasser rausgeholt und ein Thermometer reingetaucht, heute hängt einer im Kühlwassereinlass für die Schiffsmotoren. Diese Einlässe könnten durch die Schiffswärme etwas wärmer sein als das Wasser im Eimer.

Die Überarbeitung der Rohtemperaturdaten moderner Graphen geschieht ungefähr so, dass aus Qualitätgründen alle Wetterstationen mit von der Umgebung abweichenden Daten mit dem Computer ermittelt werden (das kann ja nicht sein, dass es irgendwo ein paar hundert km im Umkreis ein paar Grad kühler oder kälter sein kann) und korrigiert sie. Interessanterweise so, dass es auf dem Papier früher kühler wurde und heute heißer. Damit kriegt man auch einen ordentlichen Temperaturansteig hin.

In vielen Gegenden der Welt gibt es gar keine Wetterstationen und auch Schiffe kommen da kaum hin. Z.B. am Nordpol. Nun teilt man den ganzen Globus in Kästchen ein. Hat ein Kästchen keine Temperatur-Stationen, dann nimmt man die von den Nachbarkästchen - bis zu 1250 km entfernt. Da es am Nordpol nix gibt, nimmt man die Temperaturen von ringsum. Also Alaska, Kanada, Grönland Skandinavien und Sibirien. Da es dort wärmer ist, erscheint auch der Nordpol wärmer. Am Schluss wird aus allen Kästchen der Durchschnittswert errechnet - der etwas anders ist als die vor Ort ermittelten Thermometer-Daten.

Ein jüngster Vergleich der Rohdaten von zuverlässigen US-Amerikanischen Wetterstationen mit den überarbeiteten US-Daten zeigte einen doppelt so hohen Temperaturanstieg in 100 Jahren.

Hier zeigt sich auch eine weitere Gesetzmäßigkeit, was geglaubte Wahrheiten betrifft: Ist erst einmal eine Wahrheit etabliert, dann gibt es immer jemanden, der diese Wahrheit auch beweist. Es ist jedenfalls kaum vorstellbar, dass ein Klimainstitut nach 30 Jahren zugibt: "Wir haben 30 Jahre auf das falsche Pferd (die falsche Theorie) gesetzt und Millionen von Steuergeldern verplempert. Sorry."

Wenn, dann macht man das ganz vorsichtig. Man bemerkt ganz nebenher, dass es auch anders kommen könnte und man verlegt Vorhersagen in eine Zeit, in der einem niemand mehr was am Kittel flicken kann, weil man da schon sanft ruht.

***

Wir haben nun schon mitgekriegt, dass die Graphen von Öberflächen-Temperaturen nicht ganz so zuverlässig sind. Auch die obigen Graphen HADCRUT3 sind Land-und Meeresoberflächen-Kurven. Nur nicht so stark überarbeitet wie "moderne", also recht annehmbar.

Doch wie kann man den ganzen Globus gleichmäßig messen? Mit Satelliten ab 1979. NASA-Satelliten haben Messinstrumente, die die Wärmestrahlung der Lufthülle mit der Hintergrundstrahlung des Weltalls vergleichen. Nach einigen Fehlschlägen lassen sich die Temperaturen jetzt weltweit zuverlässig ermitteln - auch über den Polen und Meeren - und ohne Verfälschung durch warme Großstädte. Als Referenzen werden dazu Wetterballons herangezogen, die mit Radiosonden die Temperaturen ermitteln. Auf 800 Stationen werden täglich zweimal die Ballone gestartet, die dann Temperaturen und andere Wetterdaten ermitteln. Die so ermittelten Temperaturkurven sind den Satellitendatensehr ähnlich.

Hier noch einmal ein Vergleich:



Die lila CO2-Kurve stimmt bis 2002 mit allen Temperaturkurven recht gut überein.

Die rote gute alte Hadcrut3 (Oberflächen-Stationen) und die grüne RSS (Satelliten) zeigen bei 2002 den deutlichen Temperatur-Knick.

Die blaue modern überarbeitete Gisstemp (Oberflächen-Stationen) von der NASA zeigt den Versuch, den Erwärmungsstopp zu korrigieren, aber auch hier ist ein Knick bei 2002 zu sehen. Sogar hier hat die Temperatur an Fahrt verloren und die Übereinstimmung mit dem CO2-Anstieg ist verloren gegangen. Man sieht keinen beschleunigten Temperaturanstieg, sondern einen abflachenden bzw fallenden.

Also: Durch die Entkoppelung von Temperatur-Anstieg und CO2-Anstieg ist die Theorie der menschengemachten Klimaerwärmung durch CO2 widerlegt worden.

So. Sind nun alle überzeugt? Pustekuchen. Ein echter Anhänger der Katastrophe gibt nicht so leicht auf.

Da nun das CO2 da ist, das ja mehr Wärme auf die Welt bringen soll, muss die Wärme ja irgendwohin gegangen sein. Es gibt inzwischen schon über 50 Thesen, wohin. Die gängigste ist, dass sie im Meer verschwunden ist, wo es am tiefsten ist und es keiner messen kann. Und dort sammelt sie sich an und irgendwann bricht sie dann mit Macht heraus und es gibt sie wirklich, die wahre Klima-Katastrophe. 

Das ist nun mal eine Theorie ohne Beweis. Diese Rettungstheorie soll die erste retten. Doch was sagt uns die Logik? Keine Erwärmung, keine Erwärmungsfolgen.

Die Medien- und Politikbotschaft lautet: Die Temperatur steig weiter an und wir müssen etwas unternehmen, denn die Folgen des Klimawandels erleben wir täglich!

Was nun!? CO2 steigt weiter an, Temperatur bleibt ungefähr gleich, aber die Zeichen der Erwärmung sieht man überall. Wahrscheinlich übt die Wärme im tiefsten Ozean eine magische Wirkung auf die Welt oder ihr Klima. Oder Das CO2 in der Luft hat irgendwelche esoterischen Wirkungen auf unser Klima, genauso als ob es wärmer geworden wäre - ohne dass es wärmer geworden ist. Womit wir endgültig im Bereich des Übersinnlichen angekommen sind.

Aber wir hören doch immer wieder, dass jedes Jahr wärmer wird als das vorherige. Wenn das die Medien laufend bringen, dann muss das doch stimmen.

Doch, es stimmt. Wenn man die mit modernen statistischen Methoden überarbeiteten Temperaturkurven nimmt. Aber selbst dann liegt man nur hundertstel Grad über dem Vorjahr. Kein Drama. Keine Katastrophe. Die menschengemachte Klimakatastrophe ist immer noch widerlegt.

Doch wer den wahren Glauben hat, den wird auch das nicht überzeugt haben.


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