Sonntag, 4. Dezember 2016

80 Jahre Arktische Temperaturen

Hier noch ein weiterer Beitrag zu arktischen Temperaturschwankungen:





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Hier sieht man Messungen einer Station in Nord-Island, die typisch für die Grönland-See angesehen wird. 1930 bis 1960 war es dort so "warm" wie heute. 1979 war der Beginn der Satelliten-Messungen, und das war der niedrigste Wert dort überhaupt.

Falls sich jemand über die Schwankungen im Berich von 4°C wundert: Es sind Jahresdurchschnittswerte. Andere Kurven zeigen viel niedrigere Schwankungen an, weil die Werte aus tausenden von Stationen welweit errechnet werden, die sich gegenseitig etwas egalisieren.

Die Arktis glüht - kurzzeitig auf den Wärmeschaubildern

Die Arktis glüht, hieß es kürzlich. Auf den Wärmeschaubildern war sie dunkelrot - aber die Temperaturen lagen trotzdem unnter Null.

Und tatsächlich gab es in Teilen der Arktis biz zu 15°C höhere Temperaturen als sonst um die Jahreszeit, die gleichwohl aber noch unter 0°C lagen.

Dafür gibt es in Teilen Sibiriens bis um 20°C niedrigere Temperaturen. Es handelt sich einfach um Wetterschwankungen, die unabhägig vom Weltklima vorkommen.

Wie sieht die durchschnittliche Gesamteisfläche übers Jahr hinweg im Laufe der Jahrzehnte aus?

Hier ein Plot mit den monatlichen Daten des NSIDC. Deutlich sind die Schwankungen der einzelnen Jahre zu erkennen.






von 1979 bis 2003 verringerte sich das Seeeis der Arktis. Seit 13 Jahren ist die jährliche Gesamtfläche im Schnitt gleich geblieben. 2012 war die geringste Ausdehnung in September. Die Winter davor und danach hatten jedoch eine recht hohe Ausdehnung.

Und nun in der Süden, also die Antarktis:


ständige leichte Zunahme bis 2002, dann seit 15 Jahren Gleichstand.

Es gibt Schwankungen über die Jahrzehnte hin, jedoch sind die Trends nicht alarmierend. Seit 13 Jahren gibt es an beiden Polen eine "Pause" der Eisflächen-Ausdehnung.

Samstag, 26. November 2016

Antarktisches Meereis ist stabil seit 100 Jahren

Seit 37 Jahren wird die Meereisfläche der Pole mit Satelliten beobachtet. Das Meereis in der Antarktis hat in diesem Zeitraum ständig zugenommen.

http://www.woodfortrees.org/plot/nsidc-seaice-s/plot/nsidc-seaice-s/trend




In einer neuen Studie wurden Expeditionsberichte um 1900 herum überprüft und die damalige Eisausdehnung rekonstruiert. Sie war ungefähr so groß wie heute.

Hier das Abstract (Zusammenfassung) der Studie in Englisch:

http://www.the-cryosphere.net/10/2721/2016/tc-10-2721-2016.html

Mehr dazu auf Englisch im Telegraph

http://www.telegraph.co.uk/science/2016/11/24/scott-shackleton-logbooks-prove-antarctic-sea-ice-not-shrinking/

Die Eisfläche der Arktis hat währenddessen abgenommen. Insgesamt blieb die Meereisfläche gleich groß.





Mittwoch, 23. November 2016

Trump und das Klima

Nun sind wir sogar schon auf diesem Blog bei der Politik gelandet.

In DIE ZEIT gab es folgenen Artikel:

Klimaforschung der Nasa soll unter Trump enden

Der für die Weltraumbehörde zuständige Berater in Trumps Übergangsteam beklagt eine "politisch korrekte Umweltüberwachung". Die Nasa-Klimaprojekte sollen daher auslaufen.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-11/klimapolitik-donald-trump-kuerzung-nasa-erdforschung?cid=10251459#cid-10251459

Im Forum dazu gab es folgenden Kommentar mit einer Antwort von mir.

Zitat von HFLM

"Die NASA ist eine der führenden Institutionen in diesem Bereich, mit einer Vielzahl wichtiger Veröffentlichungen und Daten. Der ständige Vergleich und Abgleich der Daten unterschiedlicher Institutionen führt zur besseren Absicherung der eigenen Ergebnisse."

Meine Antwort:

Hier mal die Temperaturkurve des Britischen Met Office von 2014 verglichen mit der NasaGistempKurve.



Die Datensätze wurden bei der NASA anders gewählt und statistisch bearbeitet un nun ist  die Vergangenheit kühler und die Gegenwart heißer und schon haben wir den "menschengemachten" Klimawandel.

Der Temperaturanstieg beträgt nun 1,4°C anstatt 0.8°C. Auf der NASA Website wird auch die Art der Datenbearbeitung erläutert, aber es sieht schon nach einem Plan mit einem bestimmten Ziel aus.

Der gemessene Temperaturanstieg der letzten 150 Jahre liegt bei 0,8°C. Sogar für den IPCC Klimarat ist es wahrscheinlich, dass ungefähr die Hälfte davon auf die Erhöhung Klimaaktiver Gase zurückführen ist.

Hier noch ein Vergleich der Satellitendaten mit der NASA-Gisstemp.



Die Rohdaten der Satellitenkurven stammen übrigens auch von NASA-Satelliten. Sie werden von der Unversität von Alabama in Huntsville (UAH) und von dem privaten Institut Remote Sensing Systems (RSS) verarbeitet.





Dienstag, 22. November 2016

97% aller Wissenschaftler glauben, dass die Klimaerwärmung menschengemacht und gefährlich ist - oder so ahnlich.

Hier wurde einmal die oft zitierte Studie von Cook et. al unter die Lupe genommen.

Cook hatte 11944 wissenschaftliche Arbeiten untersucht ob sie der Theorie vom menschengemachten Klimawandel zustimmen.

Auf seine 97% kam er, indem er alle, die nicht ausdrücklich sich dazu geäußert haben nicht mitgezählt hat. 66% haben gar keine Meinung dazu.

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Nur ein halbes Prozent stimmen ausdrücklich der Aussage zu, dass der Klimawandel zu über 50% von Menschen gemacht ist. Die anderen Arbeiten enthielten solche Aussagen nur indirekt und/oder machten keine Angabe, wie arg die Menschen daran beteiligt sind.


Mittwoch, 12. Oktober 2016

Wie schlimm sind die Hurrikane jetzt?

Hier und da hörte man wieder, dass die Hurrikane wie zum Beispiel der kürzlich in Haiti tobende "Matthew" wegen der Klimaerwärmung immer häufiger und schlimmer werden. Dazu hier ein Graphik über die Entwicklung und Häufigkeit der Hurrikane weltweit.

Die obere Line zeigt die Anzahl aller weltweit im jeweiligen Jahr auftretenden Hurrikane an, die untere die starken mit einer Windgeschwindigkeit über 96 Knoten (=178 km/h).



Seit den 70er Jahren hat sich wenig verändert, die Anzahl aller Hurrikane nahm sogar etwas ab.


http://policlimate.com/tropical/global_major_freq.png

Seit über 4000 Tagen hat nun kein Hurrikan der Klasse 3 oder höher das amerikanische Festland erreicht. "MATTHEW" war an der Grenze zur Klasse 1, als er Florida streifte.

Hier findet ihr die Einteilung der Hurrikane in fünf verschiedene Stufen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala


Montag, 19. September 2016

NASA-Studie: Eismassen-Zuwächse des Antarktischen Eisschildes größer als Verluste.

Aus der Abteilung: Was nicht in den deutschen Medien steht.


Bisher gab es ja laufend Warnungen, dass die Gletscher auf dem antarktischen Kontinent so schnell ins Meer rutschen, dass dadurch der Meeresspiegel ansteigt.

Nun haben NASA Wissenschaftler mit Satellitendaten seit 1979 nachgemessen und herausgefunden, dass das Eisschild durch Schneefall pro Jahr um 1,7cm dicker wird. Das sind so um die 100 Millarden Tonnen Eis pro Jahr. Das ist mehr, als woanders ins Meer rutscht. Damit wird sogar der Meeresspiegel um 0,27mm pro Jahr gesenkt. (Theoretisch, denn anderswo steigt er ja um 1-3mm pro Jahr).

Natürlich, so die Wissenschaftler, ist damit die Klimaerwärmung nicht abgeblasen. In 20-30 Jahren würde sich das ändern, nämlich wenn die Massenverluste weiter anstiegen, dann wäre der Verlust gleich den Zuwächsen.

Hmmm. In dreißig Jahren bin ich 86. Schaun mer mal...

NASA Study: Mass Gains of Antarctic Ice 

Sheet Greater than Losses

Antarctic Peninsula
A new NASA study says that Antarctica is overall accumulating ice. Still, areas of the continent, like the Antarctic Peninsula photographed above, have increased their mass loss in the last decades.
Credits: NASA's Operation IceBridge
Map showing the rates of mass changes from ICESat 2003-2008 over Antarctica.
Map showing the rates of mass changes from ICESat 2003-2008 over Antarctica. Sums are for all of Antarctica: East Antarctica (EA, 2-17); interior West Antarctica (WA2, 1, 18, 19, and 23); coastal West Antarctica (WA1, 20-21); and the Antarctic Peninsula (24-27). A gigaton (Gt) corresponds to a billion metric tons, or 1.1 billion U.S. tons.
Credits: Jay Zwally/ Journal of Glaciology
A new NASA study says that an increase in Antarctic snow accumulation that began 10,000 years ago is currently adding enough ice to the continent to outweigh the increased losses from its thinning glaciers.
The research challenges the conclusions of other studies, including the Intergovernmental Panel on Climate Change’s (IPCC) 2013 report, which says that Antarctica is overall losing land ice.
According to the new analysis of satellite data, the Antarctic ice sheet showed a net gain of 112 billion tons of ice a year from 1992 to 2001. That net gain slowed   to 82 billion tons of ice per year between 2003 and 2008.
“We’re essentially in agreement with other studies that show an increase in ice discharge in the Antarctic Peninsula and the Thwaites and Pine Island region of West Antarctica,” said Jay Zwally, a glaciologist with NASA Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland, and lead author of the study, which was published on Oct. 30 in the Journal of Glaciology. “Our main disagreement is for East Antarctica and the interior of West Antarctica – there, we see an ice gain that exceeds the losses in the other areas.”  Zwally added that his team “measured small height changes over large areas, as well as the large changes observed over smaller areas.”
Scientists calculate how much the ice sheet is growing or shrinking from the changes in surface height that are measured by the satellite altimeters. In locations where the amount of new snowfall accumulating on an ice sheet is not equal to the ice flow downward and outward to the ocean, the surface height changes and the ice-sheet mass grows or shrinks.
But it might only take a few decades for Antarctica’s growth to reverse, according to Zwally. “If the losses of the Antarctic Peninsula and parts of West Antarctica continue to increase at the same rate they’ve been increasing for the last two decades, the losses will catch up with the long-term gain in East Antarctica in 20 or 30 years -- I don’t think there will be enough snowfall increase to offset these losses.”
The study analyzed changes in the surface height of the Antarctic ice sheet measured by radar altimeters on two European Space Agency European Remote Sensing (ERS) satellites, spanning from 1992 to 2001, and by the laser altimeter on NASA’s Ice, Cloud, and land Elevation Satellite (ICESat) from 2003 to 2008.
Zwally said that while other scientists have assumed that the gains in elevation seen in East Antarctica are due to recent increases in snow accumulation, his team used meteorological data beginning in 1979 to show that the snowfall in East Antarctica actually decreased by 11 billion tons per year during both the ERS and ICESat periods. They also used information on snow accumulation for tens of thousands of years, derived by other scientists from ice cores, to conclude that East Antarctica has been thickening for a very long time. 
“At the end of the last Ice Age, the air became warmer and carried more moisture across the continent, doubling the amount of snow dropped on the ice sheet,” Zwally said.
The extra snowfall that began 10,000 years ago has been slowly accumulating on the ice sheet and compacting into solid ice over millennia, thickening the ice in East Antarctica and the interior of West Antarctica by an average of 0.7 inches (1.7 centimeters) per year. This small thickening, sustained over thousands of years and spread over the vast expanse of these sectors of Antarctica, corresponds to a very large gain of ice – enough to outweigh the losses from fast-flowing glaciers in other parts of the continent and reduce global sea level rise.  
Zwally’s team calculated that the mass gain from the thickening of East Antarctica remained steady from 1992 to 2008 at 200 billion tons per year, while the ice losses from the coastal regions of West Antarctica and the Antarctic Peninsula increased by 65 billion tons per year.
“The good news is that Antarctica is not currently contributing to sea level rise, but is taking 0.23 millimeters per year away,” Zwally said. “But this is also bad news. If the 0.27 millimeters per year of sea level rise attributed to Antarctica in the IPCC report is not really coming from Antarctica, there must be some other contribution to sea level rise that is not accounted for.”
“The new study highlights the difficulties of measuring the small changes in ice height happening in East Antarctica,” said Ben Smith, a glaciologist with the University of Washington in Seattle who was not involved in Zwally’s study.
"Doing altimetry accurately for very large areas is extraordinarily difficult, and there are measurements of snow accumulation that need to be done independently to understand what’s happening in these places,” Smith said. 
To help accurately measure changes in Antarctica, NASA is developing the successor to the ICESat mission, ICESat-2, which is scheduled to launch in 2018. “ICESat-2 will measure changes in the ice sheet within the thickness of a No. 2 pencil,” said Tom Neumann, a glaciologist at Goddard and deputy project scientist for ICESat-2. “It will contribute to solving the problem of Antarctica’s mass balance by providing a long-term record of elevation changes.”